Chemische Fabrik Wocklum ist neues Mitglied

Aquarell CW

Die Chemische Fabrik Wocklum befindet sich heute auf einem Terrain von ca. 70.000 qm inmitten eines Industriegebiets am nordöstlichen Stadtrand von Balve. Es wird geleitet von den geschäftsführenden Gesellschaftern Reinhard und Wilhelm Hertin.  

1822 gegründet, war Wocklum früher Hersteller von Salz- und Schwefelsäure, zwei wesentlichen Chemikalien, die im Rahmen der Industrialisierung, insbesondere in der Metallerzeugung und Verarbeitung, große Bedeutung hatten. Aktuell werden diese Produkte in der Regel nicht mehr als eigentliches Zielprodukt hergestellt, sondern entstehen als Koppelprodukte bei der Herstellung vollkommen anderer Zielprodukte. So ist Wocklum heute selbst kein Produzent dieser Produkte mehr, sondern vermarktet – mit entsprechendem Fachwissen – diese Koppelprodukte für die Chemische Industrie. Wocklum gilt  als Spezialist für anorganische Industriechemikalien und deren Verwertung und Entsorgung sowie für chemische Systeme zur Reinigung, Entfettung und Oberflächenveredelung (Verchromen, Vernickeln, Verkupfern etc.) von Metallen und Kunststoffen. Schwerpunkte bilden Kunden im Bereich Metallverarbeitung, Abwasserbehandlung, Papierverarbeitung und Automobilindustrie. Das Unternehmen beschäftigt heute am Standort Balve ca. 130 Mitarbeiter aus den Bereichen Mischen, Abfüllung, Lagerung, Vertrieb, Verwaltung, Labor, Anwendungstechnik, Forschung & Entwicklung sowie Fuhrpark.

Unsere  Logistiktochter “Konsor“ bedient mit  27 eigenen Fahrzeugen unsere Kunden in ganz Europa. Kompetenz, Pünktlichkeit und Korrektheit der Lieferung sind Garant für eine prompte und sichere Belieferung.

Historie:

Die Luisenhütte Wocklum, als technisches Denkmal  die älteste, vollständig erhaltene, funktionstüchtige Hochofenanlage Deutschlands, wurde 1748 gegründet. Sie benötigte als Energieträger Holzkohle, die generiert worden ist über die bekannte Meilertechnik, allerdings sehr extensiv. 70 Jahre später wurde  eine  effektivere Alternative gefunden: die Verbrennung der Holzkohle in geschlossenen Öfen. Dabei fiel als Koppelprodukt die Holzsäure (Gerbsäure) an. Diese Gerbsäure war der Schwefelsäure, welche stark von der Stahlindustrie nachgefragt wurde, sehr verwandt. Die Chemische Fabrik Wocklum sah hierin ein interessantes Geschäftsfeld, welches stetig ausgebaut wurde und den Ursprung ihrer Tätigkeit darstellt.

Download: Pressetext zum Thema

Download: Bild zum Thema