Startschuss für das Projekt »Baukultur und Tourismus«

4K8A7839_Neu

Beständig am „neuen Sauerland“ weiterzuarbeiten und die Marke Sauerland zu stärken haben sich der Sauerland-Tourismus und Sauerland Initiativ auf die Fahnen geschrieben. Bestätigt wurden der Tourismusverband und die Unternehmer-Vereinigung in ihrem Engagement für eine moderne Mittelgebirgsregion nun auch durch den Gewinn des Förderpreises zum Thema „Baukultur und Tourismus“, einem Forschungsprojekt des Bundesbauministeriums zur Vernetzung im ländlichen Raum. Als einer von acht Preisträgern haben der Sauerland-Tourismus und Sauerland Initiativ gemeinsam mit weiteren Partnern aus unterschiedlichen Branchen als einzige Region Nordrhein-Westfalens mit ihrem Konzept überzeugt und sich gegen rund 70 Mitbewerber durchgesetzt. Der Titel ihres Projektes: „Sauerland-Baukultur | Strategien für den Tourismus“.

„Mit dem Gedanken, wie man die Architektur in ein neues Bild der Region integrieren könnte, beschäftigen wir uns schon seit einiger Zeit“, erläutert Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus. Deshalb habe sich eine Arbeitsgemeinschaft, unter anderem bestehend aus Sauerland Initiativ, Architekten- und Handwerkskammern, der Stadt Arnsberg, der Südwestfalen Agentur, und der Fachhochschule Südwestfalen um den 2016 ausgeschriebenen Förderpreis beworben. „Dass wir neben großen Verbänden wie dem Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte oder der Kooperation Südschwarzwald den Zuschlag für die Förderung bekommen haben, freut uns sehr“, zeigt sich Weber begeistert.

Zukünftig könnten nun Akteure aus Tourismus- und Baubranche noch effektiver dabei unterstützt werden, gemeinsame Strategien und Projekte zu entwickeln, die dazu beitragen, den reizvollen Sauerländer Naturraum mit attraktiver Architektur zu verknüpfen. Dabei könne regionstypische Architektur die Tourismusarbeit wirkungsvoll befruchten. „Wir müssen dem Gast nicht nur innovative Reiseangebote und tolle Ausflugspakete schnüren, sondern uns auch immer fragen, was er in unserer grünen Freizeitregion sowohl innen als auch außen wahrnimmt.“ Eine spürbar alltagsmüde Gesellschaft brauche vermehrt Ruheoasen und Rückzugsmöglichkeiten mit reduzierten optischen Reizen. Die prägnanten, weithin sichtbaren Landmarken wie der Lörmecke- oder der neue Möhneseeturm, touristische Anziehungspunkte mit visuellem Mehrwert, zahlten heute schon auf die gelungene Verbindung von Landschaft und Architektur ein. Auch die zahlreichen „Sauerland-Balkone“ und jüngst entstandenen Promenaden an Seen und Flüssen belegten das bereits in weiten Teilen funktionierende Miteinander.

Mit der Stadt Arnsberg wurde nun zu Beginn des Projektes ein Pilotort gefunden, der genau hier ansetzen und hinsichtlich der Einbettung moderner Gebäude in eine attraktive Umgebung Vorreiter für die gesamte Region werden soll. „Da besonders im ländlichen Raum Baukultur und Tourismus stark voneinander abhängen, haben wir uns als Ziel gesetzt, die gegenseitige Wahrnehmung zu stärken und ein interdisziplinäres Team aus Akteuren zu bilden, die bisher fast ausschließlich getrennt agiert haben“, betont Weber. Dazu müsse gemeinsam an der Gesamtwirkung des Sauerlandes gearbeitet werden. Eine geeignete Tourismusstrategie zu konzipieren, die auch die Vermarktung von Baukultur einschließt, ohne sich dabei nur auf Hotellerie und Gastronomie zu fokussieren, werde so künftig eine der Hauptaufgaben der Verantwortlichen innerhalb des Projektes sein.

Thomas Weber und Peter Sieger, Geschäftsführer der Unternehmervereinigung Sauerland Initiativ, sind überzeugt davon, dass mit dem aktuellen Förderprojekt auch die Arbeit der gemeinsamen Projektgruppe „Marke Sauerland“ einmal mehr wichtige Impulse bekommt.