Konsumkritik und Polizeiarbeit

Kunstpreis auf Art Düsseldorf verliehen

Foto aller Finalisten des 10-jährigen Blooom Award by Warsteiner mit Jury. 
Jurymitglieder auf dem Bild von links nach rechts in der zweiten Reihe: Catharina Cramer, Inhaberin Warsteiner Brauerei, Prof. Dr. Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseum Bonn, Walter Gehlen, Direktor und künstlerischer Leiter der Art Düsseldorf, Joko Winterscheidt, Moderator und Entrepreneur, Uwe Flade, Musikvideo-Regisseur.Foto: Warsteiner.
Foto aller Finalisten des 10-jährigen Blooom Award by Warsteiner mit Jury. Jurymitglieder auf dem Bild von links nach rechts in der zweiten Reihe: Catharina Cramer, Inhaberin Warsteiner Brauerei, Prof. Dr. Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseum Bonn, Walter Gehlen, Direktor und künstlerischer Leiter der Art Düsseldorf, Joko Winterscheidt, Moderator und Entrepreneur, Uwe Flade, Musikvideo-Regisseur.
Foto: Warsteiner.

Düsseldorf/Warstein, 15.11.19 – Die Gewinner des zehnten Blooom Award by Warsteiner stehen fest: Der größte offene Kunstpreis für junge, kreative Talente geht in diesem Jahr an Isaac Chong Wai aus Hong Kong und Tal Engelstein aus Israel. Auf der Preisverleihung im Rahmen der renommierten Art Düsseldorf verkündete die Jury die Gewinner des ersten und zweiten Platzes und übergab Daniel Brandt aus Deutschland den Sonderpreis in der Kategorie Musikvideo.

Neben der einmaligen Gelegenheit, ihre Werke im Rahmen der Sonderausstellung auf der Art Düsseldorf (15. bis 17. November 2019) zu präsentieren, erhalten die Gewinner weitere Preise, die ihre Künstlerkarriere unterstützen.

1. Platz | Isaac Chong Wai | Rehearsal of the Futures: Police Training Exercises
Mit seiner Videoarbeit »Rehearsal of the Futures: Police Training Exercises« hat Isaac Chong Wai (29) aus Hong Kong Proteste weltweit, und auch in seiner Heimatstadt thematisiert. Er setzt sich damit auseinander, wie künftige Generationen vergangene Ideologien interpretieren und hinterfragt die Entwicklungen und die Absichten polizeilicher Trainingseinheiten. Die Darsteller im Video führen stark verlangsamte Bewegungen aus, die auf früheren Auseinandersetzungen an Protestschauplätzen sowie auf Übungen in Polizeiakademien basieren. Die Gesten verändern die Wahrnehmung von Performer und Betrachter und werden nicht mehr als bedrohlich, sondern eher als beruhigend empfunden. Damit hat er die Jury überzeugt und sich den ersten Platz gesichert. Der Erstplatzierte Isaac Chong Wai gewinnt ein einjähriges Mentoring mit dem Direktor der Art Düsseldorf, Walter Gehlen, und zudem ein Preisgeld von 1.500 Euro.

2. Platz | Tal Engelstein | Breeders
Tal Engelstein (29) aus Tel Aviv, Israel, gewann mit einer für die Sonderausstellung hergestellten Adaption seines Werkes Breeders den zweiten Preis. In die Stühle aus karamellisiertem Zucker hat der Künstler Fliegenlarven eingesetzt, die im Laufe der Sonderausstellung schlüpfen. Damit setzt er die Lebensmittelindustrie, den biologischen Vorgang der Verdauung und den Kreislauf des Lebens in Beziehung zueinander. Die Stühle sind ein Abbild alten, handgefertigten Mobiliars, stehen für Halt und Beständigkeit und doch zerfallen sie langsam, während die Fliegen eine Metamorphose durchlaufen, fressen und sich vermehren. Auf den Zweitplatzierten Tal Engelstein wartet ein eintägiges Mentoring mit Walter Gehlen.

Gewinner Sonderkategorie Musikvideo | Daniel Brandt (Brandt Brauer Frick) | Masse

Die Sonderkategorie Musikvideo gewann Daniel Brandt aus Deutschland. Das interaktive Musikvideo zum Song »Masse« zeigt die Aufnahmen von zehn Musikern eines Ensembles, die auf verschiedene, für Zuschauer begehbare Räume verteilt sind. So ist es möglich, dreidimensional in die verschiedenen Ebenen der Musik einzutauchen, aber auch in einem separaten Raum das Zusammenspiel aller Instrumente zu erleben. Das Video wurde in einem Atomkraftwerk in der Nähe von Wien aufgenommen, das in den siebziger Jahren gebaut, jedoch nie in Betrieb genommen wurde. Gefilmt wurde an Orten, die für Menschen aufgrund der Radioaktivität gar nicht mehr zugänglich wären, würde dort tatsächlich Strom produziert. Daniel Brandt erhält als Gewinner der Sonderkategorie Musikvideo ein Preisgeld von 500 Euro.

Diese drei Gewinner-Arbeiten sowie die Kunstwerke der Finalisten Henry Baumann mit »12 circles one cut«, Lena Marie Emrich mit »Infinity Drift« und Lukas Schmidt mit »Creativity is not a Talent« werden noch bis zum 17. November 2019 in der Blooom Award Sonderausstellung im Rahmen der Art Düsseldorf zu sehen sein.

Unter den 83 nominierten Arbeiten für den Blooom Award by Warsteiner 2019 ist der Jury ein Projekt besonders aufgefallen: Das »PeaceBuilders artist’s studio« ist ein Kunst- und Handwerkszentrum auf der griechischen Insel Lesbos, in dem Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingslagern künstlerisch aktiv werden und handwerkliche und technische Fähigkeiten erlernen. Aus den Werken der jungen Künstler soll anschließend auf Lesbos eine Ausstellung entstehen. Warsteiner engagiert sich für die Integration junger Geflüchteter in Europa und unterstützt das Projekt »PeaceBuilders« durch den Warsteiner Partnerfonds e.V. mit 2.500 Euro.