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Begriff »Heimat« hat wieder neue Aktualität bekommen

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach in Sundern zu Gast bei »Sauerland Initiativ« – Buchprojekt vorgestellt

Von links: Gustav Edelhoff, NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, Tobias Metten, Jörg
Bartmann, Peter Sieger.
Von links: Gustav Edelhoff, NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, Tobias Metten, Jörg Bartmann, Peter Sieger.

Am 15. April 2018 waren rund 50 Unternehmer, Politiker und weitere Gäste nach Sundern in das Hotel »Seegarten« gekommen. Anlass war die Vorstellung des Buches mit dem Titel: »Sauerlandität – was das Sauerland zur Marke macht«. Inhalt des Buches: Spannende Beiträge, ausdrucksstark bebildert, über Menschen, Unternehmen und Marken aus dem Sauerland.

Im Rahmen der Buchvorstellung hatte »Sauerland Initiativ« einen prominenten Gast eingeladen. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes
Nordrhein-Westfalen, sprach mit dem Journalisten Jörg Bartmann über die Bedeutung von Heimat, über gutes Regionalmarketing und die vielfältigen aktuellen landespolitischen Herausforderungen. Viele Menschen, so befand die Ministerin, würden den hohen Wert von Heimat erst in der Fremde erkennen. Heimat, so bestätigte sie dem Moderator, sei aber in erster Linie kein Ort, sondern ein Gefühl. Auf die Frage, was Heimat für sie persönlich ausmache, antwortete Ina Scharrenbach: »Meine Heimatstadt, meine Freunde und die Familie«. Ministerielles Lob gab’s für das Buchprojekt von »Sauerland Initiativ«. Das Buch spiegele »die Vielfältigkeit der Region wider«, so die Ministerin.

Vorgestellt wurde am Sonntag in Sundern das Buch »Sauerlandität – was das Sauerland zur
Marke macht«, das in interessanten Reportagen, Porträts, Essays und Fachbeiträgen ein
selbstbewusstes Bild der Region zeichnet. Foto: Sauerland Initiativ[/caption

Erweitert wurde das Podiumsgespräch durch die beiden »Sauerland-Markenbotschafter« Tobias Metten und Olaf Baumeister. Tobias Metten, Geschäftsführender Gesellschafter der Metten Fleischwaren GmbH & Co. KG (»Dicke Sauerländer Bockwurst«) mit Sitz in Finnentrop, engagiert sich seit vielen Jahren als Vorstandsmitglied bei »Sauerland Initiativ« und trägt die Marke Sauerland mit über zehn Millionen Dosen »Dicke Sauerländer Bockwurst« pro Jahr in die Welt. Für Metten ist es ein Anliegen, junge Menschen in der Region zu halten. Die Marke sieht er als Qualitätsversprechen. Olaf Baumeister, Inhaber des Hotels »Seegarten« in Sundern, flimmert seit 2014 als WDR-Fernsehkoch (»Südwestfalen-Lecker«) über die TV-Bildschirme und ist gleichzeitig auch Genussbotschafter des Landes Nordrhein-Westfalen für die Region Sauerland. Für die Ausstattung seines Hotels hat er eine ganz spezielle Philosophie entwickelt: Fast alle dort eingesetzten Produkte – vom Lehmputz an den Wänden über die Leuchten bis hin zu den Sanitär-Objekten – stammen von namhaften Herstellern aus dem Sauerland. Baumeister sprach über sein persönliches Heimatgefühl und was ihn in der Region inspiriert: »Der Wald ist besser als der Großmarkt«. Dem Koch ist es wichtig, Produkte aus der Heimat in seiner Küche zu verarbeiten.

[caption id="attachment_1686" align="alignnone" width="564"] Ina Scharrenbach im Gespräch mit dem Journalisten Jörg Bartmann.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde stellte Peter Sieger, Geschäftsführer von »Sauerland Initiativ«, das Buch ausführlich vor. Der in der Endfassung rund 200 Seiten starke, aufwendig gestaltete Band skizziert das Sauerland in Reportagen, Porträts, Essays und Fachbeiträgen mit einem neuen Blick auf Menschen, Macher und Modernisierer, auf Kultur und Kulinarik, auf Unternehmen und Unterhalter, auf Prominenz und Profilierer – und macht stolz auf eine Region, die längst zu einer Marke geworden ist. Die finale Fassung des Buches »Sauerlandität – was das Sauerland zur Marke macht« wird voraussichtlich ab Juli im Buchhandel erhältlich sein.

Markenbotschafter für die Region Sauerland zusammen mit der NRW-Ministerin und
Moderator Jörg Bartmann. Von links: Tobias Metten, Jörg Bartmann, Ina Scharrenbach und
Olaf Baumeister. Fotos: Studio Steve

Digitalisierung erfordert Umdenken und pragmatische Lösungen

NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart zu Gast bei »Sauerland Initiativ« – Diskussion mit Unternehmern

Von links: Jörg Bartmann (journalistischer Berater Sauerland Initiativ), Oliver Schuster (Vossloh AG), Karin Schulze (Vorstandvorsitzende Sauerland Initiativ), Prof. Dr. Andreas Pinkwart 
(NRW-Wirtschaftsminister), Christopher Mennekes (Mennekes Elektrotechnik), Gudrun Winner-Athens (Spedition Winner), Thorsten Schick (Landtag NRW).
Von links: Jörg Bartmann (journalistischer Berater Sauerland Initiativ), Oliver Schuster (Vossloh AG), Karin Schulze (Vorstandvorsitzende Sauerland Initiativ), Prof. Dr. Andreas Pinkwart (NRW-Wirtschaftsminister), Christopher Mennekes (Mennekes Elektrotechnik), Gudrun Winner-Athens (Spedition Winner), Thorsten Schick (Landtag NRW).

»Wir müssen systematisch überlegen, wie wir die Rückstände hinsichtlich der Digitalisierung abarbeiten und wie wir für die Menschen in der Region Zukunftssicherheit schaffen«, so Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Das »Entfesselungspaket III« werde gerade erarbeitet. Es habe die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren zum Ziel. Am 19. Februar 2018 diskutierte der NRW-WirtschaftsDigitalminister auf Einladung der Unternehmervereinigung »Sauerland Initiativ« mit dem Journalisten Jörg Bartmann, Christopher Mennekes (Mennekes Elektronik GmbH & Co. KG) und Oliver Schuster (Vossloh AG) über Zukunftsthemen. Zahlreiche Gäste aus Industrie, Politik und von öffentlichen Institutionen erlebten im »Winner-Forum« der Spedition Winner in Iserlohn einen interessanten Abend.

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Industrie, Politik und öffentlichen Institutionen erlebten im
Winner-Forum mit der Diskussion über Digitalisierung und Elektromobilität einen interessanten Abend.

Christopher Mennekes erklärte die Bandbreitensteigerung zur Daueraufgabe. »Die Digitalisierung bezieht sich auf alles«, so der Geschäftsführende Gesellschafter des Elektrotechnik-Spezialisten aus Kirchhundem. Die Topografie im Sauerland sei schwierig, es müsse aber eine Lösung für die Realisierung von schnellem Internet gefunden werden, um die Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten sowie den gesellschaftlichen Veränderungen nicht hinterher zu laufen. Oliver Schuster, Finanz-Vorstand der Vossloh AG aus Werdohl, verdeutlichte, dass die Digitalisierung viel mehr sei als der Breitbandausbau. Er kritisierte, dass im Koalitionsvertrag keinerlei Überlegungen zu entdecken seien, was mit den Menschen passiert. »Der Innovationszyklus wird kleiner, die Arbeitnehmer aber nicht flexibler.« Die Digitalisierung fordere jedoch Veränderung in den Köpfen. Für die Zukunft wünscht sich der Finanz-Vorstand, dass Forschungsergebnisse auch Deutschland wieder zugute kommen und der Mittelstand bei der Förderung bedacht wird.

Diskutierten über die großen Zukunftsthemen der Region: (v.l.) Christopher Mennekes, Jörg Bartmann, Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Oliver Schuster.
Fotos: Steffen Schulte-Lippern

Das zweite große Thema des Abends war die Elektromobilität. Der allgemeine Tenor: Der Ausbau der Elektromobilität in Verbindung mit Erneuerbaren Energien muss gemeinsam voran gebracht werden. Aus Sicht der Unternehmer werde auch in diesem Bereich zu wenig staatlich gefördert. Allgemein seien Elektroautos noch zu teuer, es fehle an elektromobiler Infrastruktur, das Netz müsse ausgebaut sowie an Fragen zu Batterietechnik und an neuen Fahrzeugkonzepten gearbeitet werden. Minister Pinkwart endete mit einem guten Vorsatz aus der Feder von Goethe: »Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.

Mentoring: Unterstützung, neue Perspektiven, wertvolle Tipps

Teilnehmerinnen berichten bei der Abschlussveranstaltung der zweiten Runde von ihren Erfahrungen mit dem Projekt von »Sauerland Initiativ«

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»Da wir das Projekt inzwischen nun schon zum dritten Mal anbieten, können wir es schon Tradition nennen«, so Karin Schulze, Vorsitzende von »Sauerland Initiativ« am Dienstag (12. Dezember 2017) bei der Firma WESCO in Arnsberg. Rund 50 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren der Einladung der Unternehmerinitiative gefolgt und erlebten im adventlichen Ambiente der Alumentur der Villa WESCO in Arnsberg eine stimmungsvolle Feier zum Abschluss der zweiten Runde des Mentoring-Projektes von »Sauerland Initiativ«.

Gastgeberin und Mentorin Silvia Neuhaus begrüßte die Gäste und machte die Bedeutung des Projektes deutlich, das in der Region Sauerland bisher einzigartig ist. Genau das vermittelte auch die anschließende Podiumsdiskussion. Unter der Moderation von Beate Schmies (Studioleitung WDR Siegen) berichteten die Mentees Anna-Carina Ganz und Petra Hennemann stellvertretend für alle Teilnehmer von ihren Erfahrungen. Ihr Resümee: Das Mentoring ist eine sehr hilfreiche Maßnahme zur Persönlichkeitsentwicklung. Die Mentorinnen waren eine große Unterstützung. Sie zeigten in schwierigen Situationen gute Perspektiven auf und gaben kompetente Tipps.

Mentee Anna-Carina Ganz (Mitte) und ihre Mentorin Silvia Neuhaus (M. Westermann & Co.
GmbH,rechts) im Gespräch mit Moderatorin Beate Schmies (Studioleitung WDR Siegen).

Auch die Mentorinnen Silvia Neuhaus (M. Westermann & Co. GmbH) und Prof. Dr. Anne Jacobi (Fachhochschule Südwestfalen) sind von Wirkung und Nutzen des Mentorings überzeugt. Auch für sie selbst sei das Begleiten von talentierten und kompetenten Frauen auf ihrem Karriereweg durch individuelle Beratung ein großer Gewinn. Die Mentorinnen haben viel Berufserfahrung, stellen ehrenamtlich ihre Zeit, ihr Wissen und Know-how zur Verfügung, um Nachwuchskräfte zu fördern. »Mentoring ist ein modernes und zukunftsweisendes Instrument der Personalentwicklung und in dieser strategischen Form und unternehmensübergreifenden Ausprägung neu in unserer Region«, erklärte Karin Schulze. »Wir freuen uns auf die nächste Runde.«

»Es war von Anfang an ein sehr vertrauensvoller Austausch« , sagte Prof. Dr. Anne Jacobi (FH
Meschede, Mitte) über die Zeit mit ihrer Mentee Petra Hennemann (LokalPlus, links).

Auf dem Programm stand außerdem ein spannender Vortrag von Business-Coach Sabine Grosser aus Düsseldorf. »Ein resilientes System hat nicht weniger Krisen, aber es hat bessere Mittel damit umzugehen«, so Grosser. Resilienz steht für die dynamische Fähigkeit eines Menschen, mit widrigen Umständen und Situationen fertig zu werden Dabei sind es verschiedene Faktoren wie Optimismus, tragfähige Beziehungen oder auch Lösungsorientierung, die es dem Menschen ermöglichen, Krisen zu überwinden und gegebenenfalls sogar daran zu wachsen. Innerhalb der Kauai-Studie (Werner & Smith, 1982, 2001) wurden über 40 Jahre lang 698 Menschen auf der hawaiianischen Insel Kauai beobachtet, interviewt und Daten über ihre Lebens- und Gesundheitssituation erhoben. Die Ergebnisse geben Aufschluss über den Unterschied zwischen resilienten und nicht-resilienten Menschen. Sabine Grosser gab den Teilnehmern darüberhinaus wertvolle Tipps im Zusammenhang mit dem persönlichen Stresserleben im Alltag.

Karin Schulze (Vorstandsvorsitzende »Sauerland Initiativ«, rechts) mit Mentorinnen und
Mentees sowie Refentin Sabine Grosser und Moderatorin Beate Schmies.

Fotos: Steffen Schulte-Lippern.

Interessierte Bewerberinnen haben die Möglichkeit, einen Lebenslauf und ein kurzes Motivationsschreiben, warum sie am Mentoring-Programm teilnehmen möchten, per Mail (spaeinghaus@sauerlandinitiativ.de) an die Geschäftsstelle von Sauerland Initiativ zu schicken.

Sauerland Herbst 2017

»Sauerland Initiativ« präsentiert die Sächsische Bläserphilharmonie in der Abtei Königsmünster in Meschede

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Der Countdown läuft: Das größte Blechbläserfestival der Welt, der »Sauerland Herbst« findet in diesem Jahr vom 7. Oktober bis zum 5. November statt. Damit ist die Weltelite der Brassmusik bereits zum 18. Mal im Sauerland zu Gast. Den Initiatoren ist es erneut gelungen, hochkarätige Musiker zu verpflichten, die in insgesamt 16 Konzerten Bewährtes, Experimentelles, Berühmtes und Populäres auf die Bühne bringen.

»Sauerland Initiativ« ist einer der Sponsoren des größten Blechbläserfestivals der Welt. Die Unternehmervereinigung präsentiert am Freitag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr die Sächsische Bläserphilharmonie in der Abtei Königsmünster in Meschede.

»Ein Klangkörper von Weltruf und mit stolzen 67 Jahren bis heute das einzige professionelle Kulturorchester in ausschließlicher Bläserbesetzung, das sind unsere sächsischen Freunde der Bläserphilharmonie«, beschreibt Georg Scheuerlein vom Sauerland-Herbst-Team das Ensemble. Der Kulturamtsleiter des Hochsauerlandkreises verspricht höchsten Genuss für Geist und Ohr. Zwölf Instrumentalphantasien über Texte von Paul Gerhardt werden in modernen Soundtracks in der Abtei Königsmünster erklingen. Dem Komponisten, Christian Sprenger, ist die »emotionale Wirkung der Musik« besonders wichtig.

Im Anschluss an das Konzert können sich die Besucher an einer besonderen Auswahl von Abtei-Spezialitäten erfreuen. »Sauerland Initiativ« bietet seinen Mitgliedern zwei kostenlose Eintrittskarten an. Sollten nicht alle Mitglieder von diesem Angebot Gebrauch machen, sind weitere Gratiskarten verfügbar. Aufgrund der großen Nachfrage bitten wir um Kartenwünsche bis spätestens Freitag, 29. September 2017, in der Geschäftsstelle von »Sauerland Initiativ«. Der Versand der Karten erfolgt in der Woche vor dem Konzert.

Projekte und Veranstaltungen für die gute Entwicklung der Region

Mitgliederversammlung von »Sauerland Initiativ« bei TRILUX in Arnsberg – Podiumsgespräch mit Christian Lindner (FDP) und aktuelle Schwerpunkte

Christian Lindner (FDP) im Gespräch mit Jörg Bartmann (Journalistischer Berater von »Sauerland Initiativ«).
Christian Lindner (FDP) im Gespräch mit Jörg Bartmann (Journalistischer Berater von »Sauerland Initiativ«).

Sauerland. Welche Chancen und Perspektiven eröffnet das Superwahljahr 2017 für die Entwicklung der Region? Das war das Leitthema eines Podiumsgespräches, zu dem die Unternehmer-Vereinigung »Sauerland Initiativ« im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung bei TRILUX in Arnsberg am 5. Mai 2017 den Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindner, begrüßen konnte. Gesprächspartner des prominenten Spitzenpolitikers war Jörg Bartmann, journalistischer Berater von »Sauerland Initiativ«. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung berichtete der Vorstand über die Projekte des vergangenen Jahres und die Planungen für 2017.

Klare Positionierungen gab es von FDP-Chef Lindner zu den Zukunftsthemen Digitalisierung, Industrie 4.0 und Infrastruktur. Hier fordert Lindner schnell spürbare Veränderungen. Bei der Landesentwicklungsplanung fordert er ebenfalls einen neuen Kurs, um auch in den ländlichen Strukturen des Landes Investitionen und Wachstum zu befruchten. Digitalisierung ist nach Ansicht des liberalen Spitzenpolitikers aber nicht nur ein Thema für die Wirtschaft, sondern müsse bereits in den Schulen angemessene Berücksichtigung finden. Dazu gehört für ihn zum Beispiel eine ausreichende Versorgung mit schnellem WLAN.

Christian Lindner begutachtet die Broschüre »Hier lebt Qualität«. Links: Jörg Bartmann, rechts: Karin Schulze (Vorstandsvorsitzende von »Sauerland Initiativ«).

Karin Schulze (Vorstandsvorsitzende von »Sauerland Initiativ«) übergibt die beliebte Broschüre der Unternehmervereinigung an Christian Lindner (FDP).

Bestandteil der Mitgliederversammlung von »Sauerland Initiativ« waren auch die üblichen Regularien wie Tätigkeits- und Kassenbericht, Vorstandswahlen sowie der Ausblick auf die weiteren Projekte des laufenden Geschäftsjahres. Einstimmig für weitere vier Jahre im Amt bestätigt wurde Schatzmeister Ulrich Dolle (Sparkasse Hochsauerland, Brilon).

Jahresrückblick mit den wichtigsten Schwerpunkten

In ihrem Jahresrückblick erinnerte Vorsitzende Karin Schulze an Schwerpunkt-Projekte wie die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten »Innovationspreises Sauerland 2016« und die gemeinsam mit der Fachhochschule Südwestfalen durchgeführte Studie »Fachkräftepotential Frauen – Situation, Bedürfnisse, Perspektiven«. Gestartet wurde das Projekt im Mai 2016, die interessanten Ergebnisse im Februar und März in unterschiedlichen Veranstaltungen präsentiert. Die Studie liefert den Unternehmen in der Region vielfältige Ansatzpunkte, um Frauen unterschiedlicher Altersgruppen insbesondere durch flexible Arbeitsplatzangebote den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

Erfolgreich abgeschlossen wurde Ende 2016 das Mentoring-Projekt »Frauen in Führungspositionen«, bei dem das Coaching von weiblichen Nachwuchskräften im Vordergrund steht. Mit neuen Tandems aus erfahreren Mentorinnen und aufstrebenden Mentees wird das Projekt 2017 fortgesetzt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Aktivitäten der Unternehmer-Vereinigung »Sauerland Initiativ« wird auch weiterhin die Stärkung der Regionalmarke Sauerland sein. Welches Potential bietet die Marke Sauerland für eine ganzheitliche Weiterentwicklung? Im Rahmen des Projektes »Das neue Sauerland« werden hierzu in einem gemeinsamen Projekt mit dem »Sauerland-Tourismus« zahlreiche interessante thematische Ansätze entwickelt. Bestandteil dieses Projektes ist ein rund 120 Seiten starkes Buch, in dem prominente und profilierte Sauerland-Markenbotschafter ihre ganz persönliche Sicht auf das neue Sauerland und Einzigartigkeiten der Region beschreiben. Gleichzeitig soll dieses Markenbuch als Bestandsaufnahme funktionieren – für das, was in der Region und für die Region typisch und charakteristisch ist. Und damit fundierte Grundlagen liefern für eine ganzheitliche Weiterentwicklung des Markenbildes.

Karin Schulze (Vorstandsvorsitzende von »Sauerland Initiativ«) stellt die aktuellen Schwerpunkte vor.

Geschäftsführer Peter Sieger stellte den aktuellen Stand des Projektes vor, das in Zusammenarbeit mit dem renommierten Verlag Seltmann+Söhne in Berlin realisiert wird und zeigte erste Layout-Entwürfe.

»Sauerland-Markenrat« will gute Impulse geben

Guidelines für die Umsetzung der Vision vom »neuen Sauerland« entwickelt der »Sauerland-Markenrat«, ein Gremium aus Unternehmensvertretern, Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen, Gastronomieexperten und Kommunikationsprofis, in dem »Sauerland Initiativ«, »Sauerland-Tourismus« und »Südwestfalen Agentur« zusammenarbeiten. Ziel ist die Entwicklung eines interdisziplinären»Sauerland-Stilbuches«, das in Form eines Online-Magazins aufgebaut werden soll.

Zu den prägenden Elementen einer Region gehört die Baukultur. Die Sensibilisierung von Fachleuten und breiter Öffentlichkeit für dieses Thema ist ebenfalls Bestandteil der Arbeit im »Sauerland-Markenrat«. Für das Teilprojekt »Sauerland-Baukultur« erhielten »Sauerland Initiativ« und »Sauerland Tourismus« Ende 2016 vom Land NRW eine auf mehrere Jahre verteilte Förderung in Höhe von 50.000,- Euro. Gefördert werden damit insbesondere die Sensibilisierung für das Thema Baukultur im Sinne einer Steigerung der Attraktivität der Städte und Gemeinden und die Vernetzung aller Akteure in diesem Bereich.

In seinem Ausblick auf die Aktivitäten in diesem Jahr lud der stellvertretende Vorsitzende Tobias Metten schon jetzt zu mehreren Großveranstaltungen ein, die Strahlkraft weit über die Region hinaus haben werden. Den Auftakt macht das internationale Reitturnier »Balve Optimum 2017«, das vom 8. bis 11. Juni auf der beeindruckenden Reitanlage am Schloss Wocklum in Balve stattfindet. Die Mitglieder von »Sauerland Initiativ« werden in Kürze noch gesondert zu einer speziellen Veranstaltung eingeladen, die in das umfangreiche Rahmenprogramm des Turniers eingebunden ist.

Vom 4. bis 7. Oktober startet mit Ausgangspunkt Attendorn die zweite Auflage der Oldtimer-Rallye »Sauerland Klassik«, zu der wieder Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet werden. Die erste Veranstaltung dieser Art 2015 war ein Riesenerfolg – nicht nur für den Veranstalter Peter Göbel, sondern auch für die Region: In 386 Veröffentlichungen mit einer Reichweite von mehr als zehn Millionen Lesern wurde bundesweit über diese Rallye – und damit über das Sauerland – berichtet.

Musikfreunde aus ganz Europa können sich schon jetzt auf den »Sauerland-Herbst 2017« freuen, der mit Unterstützung durch »Sauerland Initiativ« vom 7. Oktober bis 5. November stattfinden wird. Auch diese Veranstaltungsreihe mit großem Bekanntheitsgrad weit über die Region hinaus ist eine grandiose Erfolgsstory.

Gute Gespräche beim Ausklang in den Räumen der TRILUX GmbH & Co. KG in Arnsberg.
Fotos: Steffen Schulte-Lippern

Fachkräftepotenzial Frauen – Situation, Bedürfnisse, Perspektiven

Ergebnisse und Erkenntnisse einer Marktforschungsstudie vorgestellt und diskutiert

Studenten, befragte Frauen, Unternehmer und Prof. Dr. Anne Jacobi diskutierten auf dem Podium.
Studenten, befragte Frauen, Unternehmer und Prof. Dr. Anne Jacobi diskutierten auf dem Podium.

Im Auftrag von »Sauerland Initiativ«, der »Südwestfalen Agentur« und der »Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis« hat die Fachhochschule Südwestfalen unter Leitung von Prof. Dr. Anne Jacobi eine Marktforschungsstudie zum Thema »Fachkräftepotenzial Frauen – Situation, Bedürfnisse, Perspektiven« durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie wurde untersucht, welche Bedürfnisse Frauen an einen Wohnort und ihren Lebensmittelpunkt haben, welche Aspekte von Lebensqualität für sie wichtig sind und welche Wünsche in den verschiedenen Lebensphasen an Unternehmen und Arbeitgeber bestehen. 3.836 Frauen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren wurden dazu befragt. Auf Grundlage dieser Befragung sollen nun Empfehlungen und Maßnahmen für die Region und die heimischen Arbeitgeber abgeleitet werden, um mehr Frauen eine Berufstätigkeit im Rahmen ihrer Qualifikation sowie ihrer Bedürfnisse und Anforderungen ermöglichen zu können.

Zur Vorstellung der Ergebnisse der Studie und zu einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Jacobi, Unternehmensvertretern und befragten Frauen, hatten die Projektpartner jetzt nach Sundern eingeladen.

Rund 100 Gäste waren dieser Einladung gefolgt und trafen sich bei der SKS Scheffer-Klute metaplast GmbH. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer, Willo Blome, und der beteiligten Projektpartner, führte Nicola Collas, Radio Sauerland, durch den Abend. Dieser endete mit einer Podiumsdiskussion, bei der Unternehmer, Personalverantwortliche, Studenten und berufstätige Frauen zu Wort kamen.

Die Ergebnisse der Studie stehen unseren Mitgliedern ab der KW 15 zur Verfügung. Bestellungen per E-Mail info@sauerlandinitiativ.de oder telefonisch unter der Rufnummer 02353.6659700.

Karin Schulze begrüßte im Namen von »Sauerland Initiativ« die Gäste. Fotos: Südwestfalen Agentur

Auftakt zur neuen Runde des Mentoring-Projektes

Kennenlernen von Mentorinnen und Nachwuchskräften. Ziel ist es, Frauen für Führungspositionen zu stärken

Die Frauenrunde traf sich in Meinerzhagen zum Auftakt des neuen Mentoring-Projektes.
Die Frauenrunde traf sich in Meinerzhagen zum Auftakt des neuen Mentoring-Projektes.

Meinerzhagen. Startschuss für die zweite Runde des Mentoring-Projektes. Die sechs Mentorinnen und sechs Mentees trafen sich am 27.03.2017 bei der ABANDUS GmbH in Meinerzhagen. Das Ziel ist es, talentierte und kompetente Frauen für und in Führungspositionen zu fördern. Die Unternehmervereinigung »Sauerland Initiativ« bringt zu diesem Zweck in sechs Mentoring-Tandems erfahrene Führungsfrauen mit ambitionierten Nachwuchskräften zusammen. So können sie gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Fach- und Führungskarriere stellen.

Karin Schulze, Vorstandsvorsitzende von »Sauerland Initiativ«, begrüßte die Mentorinnen und Mentees.

»Mentoring ist für mich eine Herzensangelegenheit«, sagt Karin Schulze, Gastgeberin und Vorstandsvorsitzende von »Sauerland Initiativ«. Carla Grundhoff, Prokuristin der MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG in Kirchhundem, hielt einen Vortrag mit dem Titel »Gleichberechtigung – ein Ritt auf der Schnecke« .Sie untermauerte das oft diskutierte und sehr aktuelle Thema mit wissenschaftlichen Aspekten von unter anderem Iris Bohnet (Verhaltensökonomin und Professorin für Public Policy an der Harvard Kennedy School in Cambridge, Massachusetts). Die persönlichen Erfahrungen von Carla Grundhoff rundeten den Vortrag ab. Im Anschluss gab Dr. Friederike Höher, Mentoring-Coach aus Dortmund, einen Überblick über die Themen des Mentoring.

Die Zuordnung der Mentorinnen, das sogenannte »Matching«, erfolgte im Vorfeld durch »Sauerland Initiativ«. Die Namen wurden nicht einfach bekanntgegeben. Die Mentees bekamen nur Stichworte über ihre Mentorinnen und mussten diese dann in einer amüsanten Fragerunde ausfindig machen. Um den Tandem-Partner zu erkennen, gab es dann beispielsweise Fragen wie »Gehen Sie gerne wandern? Haben Sie einen Hund?«.

Die Teilnehmerinnen konnten sich über die Richtlinien informieren. Fotos: Rieke Penninger

Die ehrenamtlichen Mentorinnen begleiten die jungen Frauen nun für etwa ein Jahr auf ihrem beruflichen und persönlichen Weg. »Das Zusammenspiel zwischen Mentorin und Mentee ist nicht einseitig, beide Seiten profitieren von dem Austausch. Das berichteten mehrere Frauen, die sich bereits an solchen Projekten beteiligt haben«, so Dr. Friederike Höher. »Sauerland Initiativ« ist Finanzgeber für das Projekt und wird weitere Treffen organisieren. So entsteht ein Netzwerk von starken Persönlichkeiten.

Startschuss für das Projekt »Baukultur und Tourismus«

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Beständig am „neuen Sauerland“ weiterzuarbeiten und die Marke Sauerland zu stärken haben sich der Sauerland-Tourismus und Sauerland Initiativ auf die Fahnen geschrieben. Bestätigt wurden der Tourismusverband und die Unternehmer-Vereinigung in ihrem Engagement für eine moderne Mittelgebirgsregion nun auch durch den Gewinn des Förderpreises zum Thema „Baukultur und Tourismus“, einem Forschungsprojekt des Bundesbauministeriums zur Vernetzung im ländlichen Raum. Als einer von acht Preisträgern haben der Sauerland-Tourismus und Sauerland Initiativ gemeinsam mit weiteren Partnern aus unterschiedlichen Branchen als einzige Region Nordrhein-Westfalens mit ihrem Konzept überzeugt und sich gegen rund 70 Mitbewerber durchgesetzt. Der Titel ihres Projektes: „Sauerland-Baukultur | Strategien für den Tourismus“.

„Mit dem Gedanken, wie man die Architektur in ein neues Bild der Region integrieren könnte, beschäftigen wir uns schon seit einiger Zeit“, erläutert Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus. Deshalb habe sich eine Arbeitsgemeinschaft, unter anderem bestehend aus Sauerland Initiativ, Architekten- und Handwerkskammern, der Stadt Arnsberg, der Südwestfalen Agentur, und der Fachhochschule Südwestfalen um den 2016 ausgeschriebenen Förderpreis beworben. „Dass wir neben großen Verbänden wie dem Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte oder der Kooperation Südschwarzwald den Zuschlag für die Förderung bekommen haben, freut uns sehr“, zeigt sich Weber begeistert.

Zukünftig könnten nun Akteure aus Tourismus- und Baubranche noch effektiver dabei unterstützt werden, gemeinsame Strategien und Projekte zu entwickeln, die dazu beitragen, den reizvollen Sauerländer Naturraum mit attraktiver Architektur zu verknüpfen. Dabei könne regionstypische Architektur die Tourismusarbeit wirkungsvoll befruchten. „Wir müssen dem Gast nicht nur innovative Reiseangebote und tolle Ausflugspakete schnüren, sondern uns auch immer fragen, was er in unserer grünen Freizeitregion sowohl innen als auch außen wahrnimmt.“ Eine spürbar alltagsmüde Gesellschaft brauche vermehrt Ruheoasen und Rückzugsmöglichkeiten mit reduzierten optischen Reizen. Die prägnanten, weithin sichtbaren Landmarken wie der Lörmecke- oder der neue Möhneseeturm, touristische Anziehungspunkte mit visuellem Mehrwert, zahlten heute schon auf die gelungene Verbindung von Landschaft und Architektur ein. Auch die zahlreichen „Sauerland-Balkone“ und jüngst entstandenen Promenaden an Seen und Flüssen belegten das bereits in weiten Teilen funktionierende Miteinander.

Mit der Stadt Arnsberg wurde nun zu Beginn des Projektes ein Pilotort gefunden, der genau hier ansetzen und hinsichtlich der Einbettung moderner Gebäude in eine attraktive Umgebung Vorreiter für die gesamte Region werden soll. „Da besonders im ländlichen Raum Baukultur und Tourismus stark voneinander abhängen, haben wir uns als Ziel gesetzt, die gegenseitige Wahrnehmung zu stärken und ein interdisziplinäres Team aus Akteuren zu bilden, die bisher fast ausschließlich getrennt agiert haben“, betont Weber. Dazu müsse gemeinsam an der Gesamtwirkung des Sauerlandes gearbeitet werden. Eine geeignete Tourismusstrategie zu konzipieren, die auch die Vermarktung von Baukultur einschließt, ohne sich dabei nur auf Hotellerie und Gastronomie zu fokussieren, werde so künftig eine der Hauptaufgaben der Verantwortlichen innerhalb des Projektes sein.

Thomas Weber und Peter Sieger, Geschäftsführer der Unternehmervereinigung Sauerland Initiativ, sind überzeugt davon, dass mit dem aktuellen Förderprojekt auch die Arbeit der gemeinsamen Projektgruppe „Marke Sauerland“ einmal mehr wichtige Impulse bekommt.

Innovationspreis 2016 Preisverleihung

»Innovationspreis Sauerland 2016« für Ingenieurbüro aus Brilon

Strahlende Preisträger und zufriedene Veranstalter (v.l.): Klaus Neumann (Integrative Kulturwerkstatt Lüdenscheid), Jens Wiggenbrock und Sabine Pöhnl (Ingenieurbüro Wiggenbrock), Thomas Wewers (Kulturwerkstatt) sowie Karin Schulze und Tobias Metten von »Sauerland Initiativ«. Fotos: Rieke Penninger
Strahlende Preisträger und zufriedene Veranstalter (v.l.): Klaus Neumann (Integrative Kulturwerkstatt Lüdenscheid), Jens Wiggenbrock und Sabine Pöhnl (Ingenieurbüro Wiggenbrock), Thomas Wewers (Kulturwerkstatt) sowie Karin Schulze und Tobias Metten von »Sauerland Initiativ«. Fotos: Rieke Penninger

»Sauerland Initiativ« hatte zur Preisverleihung nach Finnentrop eingeladen –
Podiumsgespräch mit profilierten Unternehmer-Persönlichkeiten

Finnentrop. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte »Innovationspreis Sauerland 2016« ist am Donnerstag (24. November 2016) bei der Metten Fleischwaren GmbH & Co. KG in Finnentrop verliehen worden. Der Fokus der Ausschreibung lag in diesem Jahr auf außergewöhnlichen unternehmerischen Leistungen, die zur Verbesserung der Infrastruktur in der Region Sauerland beigetragen haben oder voraussichtlich beitragen werden.

Der Hauptpreis in Höhe von 8.000 Euro ging an das Ingenieurbüro Wiggenbrock aus Brilon für das Projekt »Infrastrukturvorplanung von Glasfasernetzen«. Jens Wiggenbrock entwickelte eine innovative Software für die Glasfaserplanung. Sie beinhaltet Methoden und Prozesse zur automatisierten Netzplanung sowie eine Ausbau-Kostenschätzung und Visualisierung. Die Vorplanung kann über einen Webzugang bedient werden, so dass Investitionsentscheidungen und Fördermittelanträge erleichtert und beschleunigt werden.

Den Anerkennungspreis, ausgestattet mit 2.000 Euro, bekam die Integrative
Kulturwerkstatt »Alte Schule« aus Lüdenscheid. Thomas Wewers erarbeitete ein Konzept mit zahlreichen kulturellen Angeboten für Menschen mit und ohne Behinderung. Die Jury würdigte die Bemühungen der Kulturwerkstatt, Kultur als Mittel der Integration und Inklusion einzusetzen.

Podiumsgespräch mit Hans-Joachim Watzke und Oliver Schuster

Die Veranstaltung begann mit einem spannenden Betriebsrundgang durch die Produktion des Finnentroper Fleischwarenherstellers. Weiterer Höhepunkt des Tages: das Podiumsgespräch zum Thema »Wie innovativ ist NRW?«. Unter der Leitung von Jörg Bartmann (Journalistischer Berater von »Sauerland Initiativ«) diskutierten Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund) und Oliver Schuster (Vorstandsmitglied der Vossloh AG). »Wir haben hier in NRW eine gute Basis für Innovationen«, erklärte Schuster und lobte Hochschulen, Forschungsinstitute und wirtschaftsnahe Institutionen. Doch: »Wir machen zu wenig daraus.« Dass es trotzdem so gut laufe und der Märkische Kreis als der innovativste in Deutschland ausgezeichnet worden sei, liege an der mittelständischen Wirtschaftsstruktur, die durch zahlreiche moderne Familienunternehmen geprägt werde.

Hans-Joachim Watzke sah andere Bundesländer in Sachen Innovation weiter vorne als NRW. »Hier wird zu viel problematisiert.« Darüber hinaus habe das Sauerland mit sinkenden Geburtenzahlen und Landflucht zu kämpfen. Die Politik sei gefordert, sich auf diese Entwicklungen einzustellen und Lösungen zu entwickeln. »Im Moment fehlt mir da jedoch die Fokussierung seitens der Politik«, so der BVB-Geschäftsführer. Dringend erforderlich seien Verbesserung im Bereich Verkehrsinfrastruktur. »Bei unseren Straßen und Brücken besteht ein unfassbarer Nachholbedarf«, betonte auch Oliver Schuster, der sich für neue Modelle der Risikofinanzierung stark machte. Dass die Vossloh AG trotz der Strukturprobleme am Standort Werdohl festhalte und stetig investiere, sei der Tatsache geschuldet, »dass hier die klugen Köpfe sitzen.«

Dass das Sauerland eine enorme Innovationskraft besitzt, spiegeln die Bewerber um den »Innovationspreis Sauerland 2016« wider. Elf an der Zahl stellten der Unternehmer-vereinigung ihre Ideen und Konzepte vor. Und die zollt ihnen Lob und Anerkennung. So betonte Vorsitzende Karin Schulze, dass die thematische Bandbreite und die Qualität der Bewerbungen erneut sehr beeindruckend gewesen sei. Das spiegele die enorme Innovationskraft der Region wider. »Die Unternehmerschaft hier im Sauerland hat ein sehr ausgeprägtes Marktgespür«, so Schulze.

Erster Preis für das Ingenieur-Büro Wiggenbrock

»Sauerland Initiativ« zeichnete die von Jens Wiggenbrock entwickelte Software mit dem »Innovationspreis 2016« aus, weil sie erstmals die Grundlage für eine bessere Kostenschätzung und eine gute Netzvorplanung für den flächendeckenden Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzen weit jenseits von 50 Mbit/s liefere. Das Unterstützungssystem des Briloner Ingenieurbüros trage somit erheblich zur Förderung des Breitbandausbaus im ländlichen Raum bei und ebne den Weg in Richtung Industrie 4.0, machte Karin Schulze deutlich.

Anerkennungspreis für die Integrative Kulturwerkstatt

Die Integrative Kulturwerkstatt ist ein Arbeitsbereich des Johannes-Busch-Wohnverbundes in Lüdenscheid, einer Wohneinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung im Evangelischen Johanneswerk. Das Projekt »Kultur als Mittel der Integration und Inklusion« erfuhr von der Jury hohe Anerkennung. Ziel sei es, den Blick für eine ganzheitliche Betrachtung des menschlichen Daseins zu öffnen. In dieser Art der kulturellen Arbeit, Talente von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern, liege ein unerschöpfliches Potential für den Normalisierungsprozess. Mit seinem Engagement trage Thomas Wewers gemeinsam mit seinen Mitstreitern erheblich dazu bei, die kulturelle und soziale Infrastruktur zu verbessern.

Abschließend dankte Karin Schulze der Jury: »Die Auswahl der Preisträger ist immer sehr zeitaufwendig. Sie engagieren sich ehrenamtlich für die Sache und das ist großartig. Vielen Dank dafür.«

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Strahlende Preisträger und zufriedene Veranstalter (v.l.): Klaus Neumann (Integrative Kulturwerkstatt Lüdenscheid), Jens Wiggenbrock und Sabine Pöhnl (Ingenieurbüro Wiggenbrock), Thomas Wewers (Kulturwerkstatt) sowie Karin Schulze und Tobias Metten von »Sauerland Initiativ«. Fotos: Rieke Penninger

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Engagierte Diskussion über das Thema »Wie innovativ ist NRW?« (v.l.): Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer BVB), Jörg Bartmann (»Sauerland Initiativ«) und Oliver Schuster (Vossloh AG).

Mentoring: Unterstützung, andere Perspektiven, wertvolle Tipps

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Ein besonderes Projekt endete mit einem besonderen Abend: 50 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren der Einladung der Unternehmerinitiative gefolgt und erlebten im November im MSC Schulungscenter von MENNEKES Elektrotechnik eine interessante Podiumsdiskussion mit Teilnehmern des Mentoring-Projektes. Weiterer Höhepunkt war der Fachvortrag der Wirtschaftsjournalistin Sabine Hockling zum Thema »Realitäten bei Highend-Jobs – Nutzen und Ausnutzen auf dem Weg nach oben«.

Gastgeberin und Mentorin Carla Grundhoff begrüßte die Gäste und machte die große Bedeutung des Projektes, das in der Region Sauerland bisher einzigartig ist, deutlich. Genau das vermittelte auch die anschließende Podiumsdiskussion. Unter der Moderation von Beate Schmies vom WDR in Siegen berichteten die Mentees Anna Feldhaus, Jana Hölcke und Michaela Pauli stellvertretend für alle Teilnehmer von ihren Erfahrungen. Ihr Resümee: »Das Mentoring ist eine sehr hilfreiche Maßnahme der Personalentwicklung. Die Mentorinnen waren eine große Unterstützung. Sie zeigten in schwierigen Situationen andere Perspektiven auf und gaben kompetente Tipps.« Alle drei empfehlen die Teilnahme an diesem Projekt unbedingt weiter.

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Eins der insgesamt neun Tandems: Mentorin und Gastgeberin Carla Grundhoff (MENNEKES Elektrotechnik) und ihre Mentee Jana Hölcke (r.).

Auch die Mentorinnen Carla Grundhoff (MENNEKES Elektrotechnik), Dr. Anne Jacobi (Fachhochschule Südwestfalen) und Sabine Keggenhoff (Keggenhoff & Partner) sind von Wirkung und Nutzen des Mentorings überzeugt. Für sie selbst, so der Tenor, sei der Austausch mit den Mentees ebenso Horizont erweiternd und menschlich bereichernd gewesen. »Der Erfolg gibt uns Recht. Mit unserem Mentoring-Projekt bieten wir ambitionierten und hochmotivierten Nachwuchskräften Unterstützung auf ihrem Weg der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Wir freuen uns auf die nächste Runde«, erklärte Karin Schulze, die bereits neue Bewerbungen auf dem Schreibtisch hat.

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Beate Schmies, Leiterin des WDR Studios Siegen, leitete die Podiumsdiskussion zum Mentoring-Projekt von »Sauerland Initiativ«.

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»Es war für beide Seiten eine bereichernde Zeit«, sagten Mentee Anna Feldhaus (l.) und ihre Mentorin Sabine Keggenhoff (Keggenhoff & Partner).

Höchst aufschlussreich war das, was Wirtschaftsjournalistin Sabine Hockling den Gästen im MENNEKES-Schulungscenter in Bezug auf Findung und Bindung von Führungskräften berichtete. Zunächst bräuchten diese willensstarken Mitarbeiter eine neue Personalführung. Denn sie wollten Karriere machen, erklärte Hockling. Und dafür seien sie bereit, flexibler zu sein als die älteren Generationen. Am auffälligsten sei aber der Wunsch der Jüngeren nach kontinuierlichem Feedback. Die Millennials (auch Generation Y), geboren zwischen 1977 und 1997, wollen Rückmeldung von ihren Arbeitgebern und sind an Mentoring- und Förderprogrammen interessiert. »In den Unternehmen muss also an gewissen Stellschrauben gedreht werden«, verdeutlichte Hockling. Dann engagiere sich auch diese Generation für eine Marke und gehe langfristig eine Beziehung mit einem Unternehmen ein. »Auch, wenn sich dieses in Regionen befindet, die auf den ersten Blick nicht so attraktiv auf den Führungsnachwuchs wirken.«

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Wirtschaftsjournalistin Sabine Hockling weiß, dass Nachwuchskräfte kontinuierliches Feedback haben wollen und an Förderprogrammen interessiert sind.

Nachwuchskräfte, die am Mentoring-Projekt von »Sauerland Initiativ« teilnehmen möchten, wenden sich bitte für nähere Informationen an die Geschäftsstelle, Telefon 02352/66 59 700 oder per E-Mail unter info@sauerlandinitiativ.de