Sauerland Initiativ

Gute Noten für das Sauerland

2013-02-13 PK Arnsberg_small

Arnsberg. Stadt oder Land – wo lebt sich‘s besser? Im Auftrag von »Sauerland Initiativ« hat die Fachhochschule Südwestfalen im vergangenen Jahr eine Studie zum Thema Lebensqualität in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Rund 60 Studierende befragten hierzu im Mai und Juni 3.046 Einwohner in Großstädten und verschiedenen ländlichen Regionen. Besonders im Fokus dabei: jüngere Menschen. Zweck der Studie war es zu ermitteln, wie die Lebensqualität in städtischen und ländlichen Gebieten eingestuft wird und wie das Sauerland dazu im Vergleich abschneidet. Die teilweise überraschenden Ergebnisse wurden jetzt in Arnsberg der Öffentlichkeit präsentiert.

»Mit über 3.000 Befragten ist die Studie in jedem Fall repräsentativ«, betonte Projektleiterin Prof. Dr. Anne Jacobi von der FH Südwestfalen bei der Vorstellung der Ergebnisse. Unterwegs waren die Studierenden mit ihren Fragebögen in bevölkerungsreichen NRW-Städten wie Dortmund, Düsseldorf, Köln und Münster sowie in ländlichen Regionen im Münsterland, in Ostwestfalen-Lippe, im Rheinland, im Ruhrgebiet, im Siegerland – und natürlich im Sauerland, wo die Menschen zum Beispiel in Brilon, Plettenberg, Warstein und Winterberg angesprochen wurden. 37 Prozent der Befragten waren jünger als 25, zwischen 26 und 40 Jahre alt waren 33 Prozent und älter als 40 waren 30 Prozent. Die Studie bestätigt einmal mehr, dass viele Arbeitnehmer mögliche Arbeitgeber und Arbeitsangebote nach der Lebensqualität am Standort auswählen. Was bedeutet das, wenn es um die Gewinnung von Fachkräften geht? Prof. Jacobi: »Die Lebensqualität einer Region hat direkten Einfluss auf ihr wirtschaftliches Potential.«

Gute Noten für die Lebensqualität im Sauerland

Hochinteressant bis überraschend: die guten Noten, die das Sauerland in Sachen Lebensqualität sowohl von den Sauerländern selbst als auch von den Befragten aus den anderen NRW-Regionen bekommt. 88 Prozent der Sauerländer attestieren ihrer Heimatregion eine hohe Lebensqualität. Und auch in der Außensicht (Befragungen in NRW ohne Sauerland) ist der entsprechende Wert mit 81 Prozent nur geringfügig schlechter. Fragt man die Sauerländer nach den beliebtesten Wohnorten beziehungsweise Regionen in Nordrhein-Westfalen, rangiert das Sauerland mit 27 Prozent sogar direkt hinter Köln (33 Prozent) auf Platz zwei. Deutlich abgeschlagen folgen Münster (23 Prozent), Düsseldorf (22 Prozent), Dortmund (21 Prozent) und das Ruhrgebiet (10 Prozent).

Und was sagen die Nichtsauerländer, wenn man sie nach Attributen fragt, die für das Land der tausend Berge zutreffend sind? Sie kennzeichnen das Sauerland als naturnah (99 Prozent) und familienfreundlich (93 Prozent), attestieren der Region einen hohen Freizeitwert (73 Prozent) und geringe Arbeitslosenquoten (72 Prozent) – und alles in allem eine hohe Lebensqualität (81 Prozent).

Nachholbedarf gibt‘s in der Außensicht insbesondere bei den Themen »günstige Verkehrsanbindung« und »kulturelle Vielfalt«. Dies wollten nur 26 bzw. 45 Prozent der Befragten der Region Sauerland attestieren. Womit sie im Wesentlichen mit den Sauerländern selbst übereinstimmen, von denen nur 27 Prozent der Verkehrsinfrastruktur gute Noten gaben und auch nur 46 Prozent mit den kulturellen Angeboten zufrieden sind.

Interessant noch bei den Sauerländern, dass sie die Qualitäten der heimischen Wirtschaft durchaus zu schätzen wissen. 69 Prozent sind sich der Tatsache bewusst, dass es im Sauerland viele innovative Unternehmen gibt, und 66 Prozent attestieren der Region ein hohes wirtschaftliches Potential.

Insgesamt hohe Bereitschaft zum Arbeitsplatzwechsel

Beim Blick auf die Interview-Ergebnisse aller Befragten fällt die relativ hohe Bereitschaft zum Arbeitsplatz- und Wohnsitzwechsel auf. 73 Prozent aller Interviewten unter 25 wären bereit, für einen neuen Arbeitgeber den Wohnort zu wechseln. In der Altersklasse 26 bis 40 Jahre waren es noch 60 Prozent, bei den über 40-Jährigen 35 Prozent.

Welche Rolle spielt die Lebensqualität für die Bereitschaft, sich räumlich zu verändern? 32 Prozent der unter 25-Jährigen, 39 Prozent der 26- bis 40-Jährigen und 36 Prozent der über 40-Jährigen bekannten sich dazu, Arbeitgeber und Arbeitsangebote gezielt nach der Lebensqualität am Standort auszuwählen. 27 beziehungsweise 29 und 28 Prozent der Befragten bezeichneten die Attraktivität des Arbeitgebers und der ausgeschriebenen Stelle als ausschlaggebend.

Bei den politischen und wirtschaftlichen Kriterien für die Bewertung von Lebensqualität hat bei 87 Prozent der Befragten das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen erste Priorität, gefolgt von einer niedrigen Arbeitslosenquote und dem Kriterium »In der Stadtverwaltung wird den Bürgern schnell geholfen« (jeweils 79 Prozent). Bei den sogenannten gesellschaftlichen Kriterien rangiert mit 87 Prozent die gute Krankenhausversorgung an erster Stelle, dicht gefolgt vom Thema Sicherheit (»Ich habe keine Angst, abends allein durch die Stadt zu gehen«). Weitere wesentliche Punkte sind die Facharztversorgung (81 Prozent), ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr (81 Prozent) und eine gute Nachbarschaft (80 Prozent).

Wohnungsmarkt ebenso wichtig wie Freizeitangebote

81 Prozent legen zudem Wert darauf, dass ansprechende Mietwohnungen zu angemessenen Preisen zu finden sind. Immobilien und Baugrundstücke zu akzeptablen Preisen bezeichnen 61 Prozent der Befragten als wichtig. Bei den Freizeitkriterien rangieren Sportanlagen auf der Prioritätenliste ganz oben (81 Prozent), gefolgt von Restaurants, Cafés, Bars und Diskotheken (80 Prozent) sowie kulturellen Angeboten (80 Prozent) und Shoppingmöglichkeiten (71 Prozent).

Für 92 Prozent der Interviewten ist es wichtig, dass Lebensmittelgeschäfte, Banken und Handwerker vor Ort vorhanden sind und 89 Prozent erwarten, dass die Lebenshaltungskosten nicht zu hoch sind. In Sachen Klima und Natur verlangen 86 Prozent der Befragten, dass es am Wohnort keine Lärmbelästigung gibt und Luftverschmutzung kein Problem darstellt.

Konkret nach der Rangfolge der Entscheidungskriterien für einen Wohnsitzwechsel befragt, steht bei allen Altersgruppen ein attraktiver Arbeitsplatz ganz oben auf der Liste, gefolgt von guten Verkehrsanbindungen und interessanten Angeboten in den Bereichen Sport, Freizeit und Kultur. Danach verschieben sich die Prioritäten. Während bei den unter 25-Jährigen das Thema »Freunde und Bekannte« an vierter Stelle rangiert, stehen bei den 26- bis 40-Jährigen die Bildungsangebote auf dieser Position, gefolgt von der Kinder- und Familienfreundlichkeit. Gute Einkaufsmöglichkeiten werden insbesondere von den unter 25-Jährigen an vierter Stelle genannt, während die über 40-Jährigen der Wohnsituation und dem Thema Natur höhere Priorität einräumen.

Die Studie von »Sauerland Initiativ« und Fachhochschule Südwestfalen hat einen wertvollen Fundus an interessanten Daten geliefert, die als Richtschnur für ein Erfolg versprechendes Regionalmarketing dienen können. Prof. Anne Jacobi: »Wir wissen jetzt, welche Bedeutung die einzelnen Faktoren tatsächlich für die Menschen in Nordrhein-Westfalen haben und wie die Lebensqualität in den unterschiedlichen Regionen empfunden wird.« Für Karin Schulze, Vorsitzende von »Sauerland Initiativ«, ist es erfreulich, durch die Studie die Bestätigung zu bekommen, dass sowohl die Binnen- als auch die Außensicht auf die Region »deutlich besser ist, als immer wieder behauptet wird.«

Bildunterzeile (von links nach rechts): Prof. Dr. Anne Jacobi (Fachhochschule Südwestfalen), Astrid Schulte (Fachhochschule Südwestfalen), Tobias Metten (Vorstand Sauerland Initiativ), Karin Schulze (Vorsitzende Sauerland Initiativ) und Norbert Runde (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Arnsberg)

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»Sauerland Initiativ« stellt Gütesiegel für Weihnachtsbäume vor

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Sauerland. Mit einem einheitlichen Gütesiegel sollen künftig Weihnachtsbäume gekennzeichnet sein, die von Anbaubetrieben aus dem Sauerland stammen, die sich auf die Umsetzung bestimmter Qualitäts- und Ökologiekritierien verpflichtet haben. Voraussetzung für die Auszeichnung mit dem »Fair Forest«-Label sind die Einhaltung der in einer Zehn-Punkte-Liste festgelegten ökologischen Standards und eine Zertifizierung nach dem Qualitätssicherungssystem »Global Gap«. Vorgestellt und erläutert wurde das Projekt heute von »Sauerland Initiativ« auf dem Gelände des Forstwirtschaftbetriebes Feldmann-Schütte in Oberkirchen.

Innovationspreis Sauerland 2012

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Sauerland. Der Vorstand von »Sauerland Initiativ« hat beschlossen, die Bewerbungsfrist für den »Innovationspreis Sauerland 2012« zu verlängern, um weiteren Bewerbern die Möglichkeit zu geben, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Unwiderruflich letzter Termin für die Einreichung der Bewerbungsunterlagen für den mit 10.000 Euro dotierten Preis ist jetzt der 19. Oktober 2012.

Endspurt für den »Innovationspreis Sauerland 2012«

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In wenigen Wochen endet die Bewerbungsfrist für den »Innovationspreis Sauerland« der von »Sauerland Initiativ« in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal vergeben wird. Das Thema in diesem Jahr: »Innovative Unternehmenskonzepte im Bereich Zukunftstechnologien«. Noch bis zum 14. September haben Unternehmen, Einzelpersonen oder Personengruppen Zeit, ihre Bewerbungsunterlagen für den mit 10.000 Euro dotierten Preis abzugeben.

»Sauerland Initiativ« schreibt »Innovationspreis Sauerland 2012« aus

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Attendorn/Sauerland – Bei der Muhr und Bender KG in Attendorn wurde am 27. Juni 2012 von »Sauerland Initiativ« der »Innovationspreis Sauerland 2012« ausgeschrieben. Diese Auszeichnung wird in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal vergeben. Gesucht werden in diesem Jahr »Innovative Unternehmenskonzepte im Bereich Zukunft stechnologien«. Die Bewerbungsfrist für den mit 10.000 Euro dotierten »Innovationspreis Sauerland« endet am 14. September 2012.

Gustav Edelhoff neu im Vorstand von »Sauerland Initiativ«

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09.05.2012 Sauerland – Der Iserlohner Unternehmer Gustav Edelhoff (51) wurde am Dienstag (8. Mai 2012) von der Mitgliederversammlung neu in den Vorstand der Unternehmervereinigung »Sauerland Initiativ« gewählt. Er wird Nachfolger von Ralph H. Eibach (Attendorn), der dem Vorstand seit 2001 angehört hat und aus persönlichen Gründen ausscheidet.

Wichtige Weichenstellungen in diesem Jahr

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08.05.2012 Arnsberg/Sauerland – »In diesem Jahr stellen wir wichtige Weichen für die weitere Entwicklung von Sauerland Initiativ!« Vorsitzende Karin Schulze und ihre Vorstandskollegen erläuterten am Dienstag im Rahmen der Mitgliederversammlung bei TRILUX in Arnsberg aktuelle Planungen und Projekte der Unternehmervereinigung im Jahr 2012. Neben der Ausschreibung des »Innovationspreises Sauerland 2012« stehen insbesondere Projekte zur Profilierung der regionalen Wirtschaft im Fokus. Neu in den Vorstand gewählt wurde der Iserlohner Unternehmer Gustav Edelhoff (51). Er wird Nachfolger von Ralph H. Eibach (Attendorn), der dem Vorstand seit 2001 angehört hat und aus persönlichen Gründen ausscheidet.

Gute Kontakte der Steuerberatungsgesellschaft Neuhaus & Partner

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25.04.2012 Olpe/Sauerland – Rund 50 Führungskräfte der heimischen Wirtschaft hatten am 25. April 2012 erstmalig die Möglichkeit, an einem Seminar der international renommierten IESE Business School teilzunehmen.

Thema der Veranstaltung: »Vom Start-up zur Weltfirma: Was erfolgreiches Unternehmertum ausmacht«.

Gemeinsam eingeladen zu dem Seminar hatten »Sauerland Initiativ« und die Olper Steuerberatungsgesellschaft Neuhaus & Partner.