Arnsberg

Große Begeisterung für die »Sauerlandität«

Unternehmervereinigung »Sauerland Initiativ« nutzte Termin beim Arnsberger Regierungspräsidenten für regen Austausch über Projekte und Perspektiven

Viel Lob von Regierungspräsident Hans-Josef Vogel (2. v.l.) gab es für das ambitionierte Buchprojekt »Sauerlandität – was das Sauerland zur Marke macht« der Unternehmervereinigung »Sauerland Initiativ«. Die Vorstandsmitglieder Tobias Metten (2.v.r.) und Gustav Edelhoff (r.) sowie Geschäftsführer Peter Sieger (l.) nutzten den Termin bei der Arnsberger Bezirksregierung für einen intensiven Austausch über Projekte und neue Perspektiven (nicht auf dem Foto: Berater Jörg Bartmann). Foto: Bezirksregierung Arnsberg
Viel Lob von Regierungspräsident Hans-Josef Vogel (2. v.l.) gab es für das ambitionierte Buchprojekt »Sauerlandität – was das Sauerland zur Marke macht« der Unternehmervereinigung »Sauerland Initiativ«. Die Vorstandsmitglieder Tobias Metten (2.v.r.) und Gustav Edelhoff (r.) sowie Geschäftsführer Peter Sieger (l.) nutzten den Termin bei der Arnsberger Bezirksregierung für einen intensiven Austausch über Projekte und neue Perspektiven (nicht auf dem Foto: Berater Jörg Bartmann).
Foto: Bezirksregierung Arnsberg

Arnsberg. (17. Dezember 2018) »Ein tolles Projekt. Ich bin begeistert.« Schon vor dem Besuch der Delegation von »Sauerland Initiativ« hatte sich der Arnsberger Regierungspräsident Hans-Josef Vogel ein Exemplar des Buches »Sauerlandität – was das Sauerland zur Marke macht« besorgt. Den Vorstandsmitgliedern Tobias Metten und Gustav Edelhoff sowie Geschäftsführer Peter Sieger und Berater Jörg Bartmann war es trotzdem wichtig, dem Chef der Bezirksregierung zwei Bücher persönlich zu überreichen und ihn aus erster Hand über Motive und Zielsetzungen des ambitionierten Projektes zu informieren.

Einig war man sich darüber, dass dieses ungewöhnlich gestaltete, bundesweit vermarktete Buch einen wertvollen Beitrag zur Stärkung des Selbstbewusstseins der Region Sauerland leistet. Regierungspräsident Vogel lobte Idee und Konzept des Projektes ebenso wie die konsequente und qualitätvolle Umsetzung sowie den ungewöhnlichen Themenmix.

Die Vertreter der Unternehmervereinigung »Sauerland Initiativ« nutzten die Gelegenheit, um sich mit Hans-Josef Vogel intensiv über weitere Ideen und Perspektiven auszutauschen, die eine gute Entwicklung der Region befördern können. Die aktuelle Ausschreibung des »Innovationspreises Sauerland« zum Thema »Zukunftsorientierte Arbeitswelten« und die in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Südwestfalen realisierte Studie zur Markenidentität des Sauerlandes wurden hier ebenso diskutiert wie auch eine räumliche Ausdehnung des weltgrößten Brassfestivals »Sauerland-Herbst«.

Regierungspräsident Vogel sagte den Vertretern von »Sauerland Initiativ« größtmögliche Unterstützung bei den unterschiedlichen regionalen Projekten zu und sprach sich für einen regen Austausch in der Zukunft aus. Vogel: »Vieles geht heute nur noch gemeinsam. Wirtschaft, Bürgergesellschaft und öffentliche Verwaltung müssen sich gegenseitig in der Region unterstützen, um die Regionen im Wettbewerb zu stärken.«

Startschuss für das Projekt »Baukultur und Tourismus«

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Beständig am „neuen Sauerland“ weiterzuarbeiten und die Marke Sauerland zu stärken haben sich der Sauerland-Tourismus und Sauerland Initiativ auf die Fahnen geschrieben. Bestätigt wurden der Tourismusverband und die Unternehmer-Vereinigung in ihrem Engagement für eine moderne Mittelgebirgsregion nun auch durch den Gewinn des Förderpreises zum Thema „Baukultur und Tourismus“, einem Forschungsprojekt des Bundesbauministeriums zur Vernetzung im ländlichen Raum. Als einer von acht Preisträgern haben der Sauerland-Tourismus und Sauerland Initiativ gemeinsam mit weiteren Partnern aus unterschiedlichen Branchen als einzige Region Nordrhein-Westfalens mit ihrem Konzept überzeugt und sich gegen rund 70 Mitbewerber durchgesetzt. Der Titel ihres Projektes: „Sauerland-Baukultur | Strategien für den Tourismus“.

„Mit dem Gedanken, wie man die Architektur in ein neues Bild der Region integrieren könnte, beschäftigen wir uns schon seit einiger Zeit“, erläutert Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus. Deshalb habe sich eine Arbeitsgemeinschaft, unter anderem bestehend aus Sauerland Initiativ, Architekten- und Handwerkskammern, der Stadt Arnsberg, der Südwestfalen Agentur, und der Fachhochschule Südwestfalen um den 2016 ausgeschriebenen Förderpreis beworben. „Dass wir neben großen Verbänden wie dem Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte oder der Kooperation Südschwarzwald den Zuschlag für die Förderung bekommen haben, freut uns sehr“, zeigt sich Weber begeistert.

Zukünftig könnten nun Akteure aus Tourismus- und Baubranche noch effektiver dabei unterstützt werden, gemeinsame Strategien und Projekte zu entwickeln, die dazu beitragen, den reizvollen Sauerländer Naturraum mit attraktiver Architektur zu verknüpfen. Dabei könne regionstypische Architektur die Tourismusarbeit wirkungsvoll befruchten. „Wir müssen dem Gast nicht nur innovative Reiseangebote und tolle Ausflugspakete schnüren, sondern uns auch immer fragen, was er in unserer grünen Freizeitregion sowohl innen als auch außen wahrnimmt.“ Eine spürbar alltagsmüde Gesellschaft brauche vermehrt Ruheoasen und Rückzugsmöglichkeiten mit reduzierten optischen Reizen. Die prägnanten, weithin sichtbaren Landmarken wie der Lörmecke- oder der neue Möhneseeturm, touristische Anziehungspunkte mit visuellem Mehrwert, zahlten heute schon auf die gelungene Verbindung von Landschaft und Architektur ein. Auch die zahlreichen „Sauerland-Balkone“ und jüngst entstandenen Promenaden an Seen und Flüssen belegten das bereits in weiten Teilen funktionierende Miteinander.

Mit der Stadt Arnsberg wurde nun zu Beginn des Projektes ein Pilotort gefunden, der genau hier ansetzen und hinsichtlich der Einbettung moderner Gebäude in eine attraktive Umgebung Vorreiter für die gesamte Region werden soll. „Da besonders im ländlichen Raum Baukultur und Tourismus stark voneinander abhängen, haben wir uns als Ziel gesetzt, die gegenseitige Wahrnehmung zu stärken und ein interdisziplinäres Team aus Akteuren zu bilden, die bisher fast ausschließlich getrennt agiert haben“, betont Weber. Dazu müsse gemeinsam an der Gesamtwirkung des Sauerlandes gearbeitet werden. Eine geeignete Tourismusstrategie zu konzipieren, die auch die Vermarktung von Baukultur einschließt, ohne sich dabei nur auf Hotellerie und Gastronomie zu fokussieren, werde so künftig eine der Hauptaufgaben der Verantwortlichen innerhalb des Projektes sein.

Thomas Weber und Peter Sieger, Geschäftsführer der Unternehmervereinigung Sauerland Initiativ, sind überzeugt davon, dass mit dem aktuellen Förderprojekt auch die Arbeit der gemeinsamen Projektgruppe „Marke Sauerland“ einmal mehr wichtige Impulse bekommt.