NRW

Begriff »Heimat« hat wieder neue Aktualität bekommen

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach in Sundern zu Gast bei »Sauerland Initiativ« – Buchprojekt vorgestellt

Von links: Gustav Edelhoff, NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, Tobias Metten, Jörg
Bartmann, Peter Sieger.
Von links: Gustav Edelhoff, NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, Tobias Metten, Jörg Bartmann, Peter Sieger.

Am 15. April 2018 waren rund 50 Unternehmer, Politiker und weitere Gäste nach Sundern in das Hotel »Seegarten« gekommen. Anlass war die Vorstellung des Buches mit dem Titel: »Sauerlandität – was das Sauerland zur Marke macht«. Inhalt des Buches: Spannende Beiträge, ausdrucksstark bebildert, über Menschen, Unternehmen und Marken aus dem Sauerland.

Im Rahmen der Buchvorstellung hatte »Sauerland Initiativ« einen prominenten Gast eingeladen. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes
Nordrhein-Westfalen, sprach mit dem Journalisten Jörg Bartmann über die Bedeutung von Heimat, über gutes Regionalmarketing und die vielfältigen aktuellen landespolitischen Herausforderungen. Viele Menschen, so befand die Ministerin, würden den hohen Wert von Heimat erst in der Fremde erkennen. Heimat, so bestätigte sie dem Moderator, sei aber in erster Linie kein Ort, sondern ein Gefühl. Auf die Frage, was Heimat für sie persönlich ausmache, antwortete Ina Scharrenbach: »Meine Heimatstadt, meine Freunde und die Familie«. Ministerielles Lob gab’s für das Buchprojekt von »Sauerland Initiativ«. Das Buch spiegele »die Vielfältigkeit der Region wider«, so die Ministerin.

Vorgestellt wurde am Sonntag in Sundern das Buch »Sauerlandität – was das Sauerland zur
Marke macht«, das in interessanten Reportagen, Porträts, Essays und Fachbeiträgen ein
selbstbewusstes Bild der Region zeichnet. Foto: Sauerland Initiativ[/caption

Erweitert wurde das Podiumsgespräch durch die beiden »Sauerland-Markenbotschafter« Tobias Metten und Olaf Baumeister. Tobias Metten, Geschäftsführender Gesellschafter der Metten Fleischwaren GmbH & Co. KG (»Dicke Sauerländer Bockwurst«) mit Sitz in Finnentrop, engagiert sich seit vielen Jahren als Vorstandsmitglied bei »Sauerland Initiativ« und trägt die Marke Sauerland mit über zehn Millionen Dosen »Dicke Sauerländer Bockwurst« pro Jahr in die Welt. Für Metten ist es ein Anliegen, junge Menschen in der Region zu halten. Die Marke sieht er als Qualitätsversprechen. Olaf Baumeister, Inhaber des Hotels »Seegarten« in Sundern, flimmert seit 2014 als WDR-Fernsehkoch (»Südwestfalen-Lecker«) über die TV-Bildschirme und ist gleichzeitig auch Genussbotschafter des Landes Nordrhein-Westfalen für die Region Sauerland. Für die Ausstattung seines Hotels hat er eine ganz spezielle Philosophie entwickelt: Fast alle dort eingesetzten Produkte – vom Lehmputz an den Wänden über die Leuchten bis hin zu den Sanitär-Objekten – stammen von namhaften Herstellern aus dem Sauerland. Baumeister sprach über sein persönliches Heimatgefühl und was ihn in der Region inspiriert: »Der Wald ist besser als der Großmarkt«. Dem Koch ist es wichtig, Produkte aus der Heimat in seiner Küche zu verarbeiten.

[caption id="attachment_1686" align="alignnone" width="564"] Ina Scharrenbach im Gespräch mit dem Journalisten Jörg Bartmann.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde stellte Peter Sieger, Geschäftsführer von »Sauerland Initiativ«, das Buch ausführlich vor. Der in der Endfassung rund 200 Seiten starke, aufwendig gestaltete Band skizziert das Sauerland in Reportagen, Porträts, Essays und Fachbeiträgen mit einem neuen Blick auf Menschen, Macher und Modernisierer, auf Kultur und Kulinarik, auf Unternehmen und Unterhalter, auf Prominenz und Profilierer – und macht stolz auf eine Region, die längst zu einer Marke geworden ist. Die finale Fassung des Buches »Sauerlandität – was das Sauerland zur Marke macht« wird voraussichtlich ab Juli im Buchhandel erhältlich sein.

Markenbotschafter für die Region Sauerland zusammen mit der NRW-Ministerin und
Moderator Jörg Bartmann. Von links: Tobias Metten, Jörg Bartmann, Ina Scharrenbach und
Olaf Baumeister. Fotos: Studio Steve

Digitalisierung erfordert Umdenken und pragmatische Lösungen

NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart zu Gast bei »Sauerland Initiativ« – Diskussion mit Unternehmern

Von links: Jörg Bartmann (journalistischer Berater Sauerland Initiativ), Oliver Schuster (Vossloh AG), Karin Schulze (Vorstandvorsitzende Sauerland Initiativ), Prof. Dr. Andreas Pinkwart 
(NRW-Wirtschaftsminister), Christopher Mennekes (Mennekes Elektrotechnik), Gudrun Winner-Athens (Spedition Winner), Thorsten Schick (Landtag NRW).
Von links: Jörg Bartmann (journalistischer Berater Sauerland Initiativ), Oliver Schuster (Vossloh AG), Karin Schulze (Vorstandvorsitzende Sauerland Initiativ), Prof. Dr. Andreas Pinkwart (NRW-Wirtschaftsminister), Christopher Mennekes (Mennekes Elektrotechnik), Gudrun Winner-Athens (Spedition Winner), Thorsten Schick (Landtag NRW).

»Wir müssen systematisch überlegen, wie wir die Rückstände hinsichtlich der Digitalisierung abarbeiten und wie wir für die Menschen in der Region Zukunftssicherheit schaffen«, so Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Das »Entfesselungspaket III« werde gerade erarbeitet. Es habe die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren zum Ziel. Am 19. Februar 2018 diskutierte der NRW-WirtschaftsDigitalminister auf Einladung der Unternehmervereinigung »Sauerland Initiativ« mit dem Journalisten Jörg Bartmann, Christopher Mennekes (Mennekes Elektronik GmbH & Co. KG) und Oliver Schuster (Vossloh AG) über Zukunftsthemen. Zahlreiche Gäste aus Industrie, Politik und von öffentlichen Institutionen erlebten im »Winner-Forum« der Spedition Winner in Iserlohn einen interessanten Abend.

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Industrie, Politik und öffentlichen Institutionen erlebten im
Winner-Forum mit der Diskussion über Digitalisierung und Elektromobilität einen interessanten Abend.

Christopher Mennekes erklärte die Bandbreitensteigerung zur Daueraufgabe. »Die Digitalisierung bezieht sich auf alles«, so der Geschäftsführende Gesellschafter des Elektrotechnik-Spezialisten aus Kirchhundem. Die Topografie im Sauerland sei schwierig, es müsse aber eine Lösung für die Realisierung von schnellem Internet gefunden werden, um die Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten sowie den gesellschaftlichen Veränderungen nicht hinterher zu laufen. Oliver Schuster, Finanz-Vorstand der Vossloh AG aus Werdohl, verdeutlichte, dass die Digitalisierung viel mehr sei als der Breitbandausbau. Er kritisierte, dass im Koalitionsvertrag keinerlei Überlegungen zu entdecken seien, was mit den Menschen passiert. »Der Innovationszyklus wird kleiner, die Arbeitnehmer aber nicht flexibler.« Die Digitalisierung fordere jedoch Veränderung in den Köpfen. Für die Zukunft wünscht sich der Finanz-Vorstand, dass Forschungsergebnisse auch Deutschland wieder zugute kommen und der Mittelstand bei der Förderung bedacht wird.

Diskutierten über die großen Zukunftsthemen der Region: (v.l.) Christopher Mennekes, Jörg Bartmann, Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Oliver Schuster.
Fotos: Steffen Schulte-Lippern

Das zweite große Thema des Abends war die Elektromobilität. Der allgemeine Tenor: Der Ausbau der Elektromobilität in Verbindung mit Erneuerbaren Energien muss gemeinsam voran gebracht werden. Aus Sicht der Unternehmer werde auch in diesem Bereich zu wenig staatlich gefördert. Allgemein seien Elektroautos noch zu teuer, es fehle an elektromobiler Infrastruktur, das Netz müsse ausgebaut sowie an Fragen zu Batterietechnik und an neuen Fahrzeugkonzepten gearbeitet werden. Minister Pinkwart endete mit einem guten Vorsatz aus der Feder von Goethe: »Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.

Studie zur Lebensqualität in Nordrhein-Westfalen

Befragung

Meschede. Stadt oder Land – wo lebt es sich besser? Die Fachhochschule Südwestfalen führte vom 23. Mai bis 10. Juni eine Studie zum Thema Lebensqualität in Nordrhein-Westfalen durch. Rund 60 Studierende befragen hierzu Bürger in Großstädten und ländlichen Regionen.

Die Studierenden sind in bevölkerungsreichen Städten wie Dortmund, Düsseldorf, Köln und Münster unterwegs. Befragt wird zudem im Münsterland, in Ostwestfalen-Lippe, im Rheinland, im Ruhrgebiet, im Siegerland und im Sauerland. Aus dem Sauerland kommt auch die Idee zur Umfrage: Diese ist ein gemeinsames Projekt des Hochschulstandorts Meschede und der Unternehmensvereinigung „Sauerland Initiativ“.