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Innovationspreis 2016 Preisverleihung

»Innovationspreis Sauerland 2016« für Ingenieurbüro aus Brilon

»Sauerland Initiativ« hatte zur Preisverleihung nach Finnentrop eingeladen –
Podiumsgespräch mit profilierten Unternehmer-Persönlichkeiten

Finnentrop. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte »Innovationspreis Sauerland 2016« ist am Donnerstag (24. November 2016) bei der Metten Fleischwaren GmbH & Co. KG in Finnentrop verliehen worden. Der Fokus der Ausschreibung lag in diesem Jahr auf außergewöhnlichen unternehmerischen Leistungen, die zur Verbesserung der Infrastruktur in der Region Sauerland beigetragen haben oder voraussichtlich beitragen werden.

Der Hauptpreis in Höhe von 8.000 Euro ging an das Ingenieurbüro Wiggenbrock aus Brilon für das Projekt »Infrastrukturvorplanung von Glasfasernetzen«. Jens Wiggenbrock entwickelte eine innovative Software für die Glasfaserplanung. Sie beinhaltet Methoden und Prozesse zur automatisierten Netzplanung sowie eine Ausbau-Kostenschätzung und Visualisierung. Die Vorplanung kann über einen Webzugang bedient werden, so dass Investitionsentscheidungen und Fördermittelanträge erleichtert und beschleunigt werden.

Den Anerkennungspreis, ausgestattet mit 2.000 Euro, bekam die Integrative
Kulturwerkstatt »Alte Schule« aus Lüdenscheid. Thomas Wewers erarbeitete ein Konzept mit zahlreichen kulturellen Angeboten für Menschen mit und ohne Behinderung. Die Jury würdigte die Bemühungen der Kulturwerkstatt, Kultur als Mittel der Integration und Inklusion einzusetzen.

Podiumsgespräch mit Hans-Joachim Watzke und Oliver Schuster

Die Veranstaltung begann mit einem spannenden Betriebsrundgang durch die Produktion des Finnentroper Fleischwarenherstellers. Weiterer Höhepunkt des Tages: das Podiumsgespräch zum Thema »Wie innovativ ist NRW?«. Unter der Leitung von Jörg Bartmann (Journalistischer Berater von »Sauerland Initiativ«) diskutierten Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund) und Oliver Schuster (Vorstandsmitglied der Vossloh AG). »Wir haben hier in NRW eine gute Basis für Innovationen«, erklärte Schuster und lobte Hochschulen, Forschungsinstitute und wirtschaftsnahe Institutionen. Doch: »Wir machen zu wenig daraus.« Dass es trotzdem so gut laufe und der Märkische Kreis als der innovativste in Deutschland ausgezeichnet worden sei, liege an der mittelständischen Wirtschaftsstruktur, die durch zahlreiche moderne Familienunternehmen geprägt werde.

Hans-Joachim Watzke sah andere Bundesländer in Sachen Innovation weiter vorne als NRW. »Hier wird zu viel problematisiert.« Darüber hinaus habe das Sauerland mit sinkenden Geburtenzahlen und Landflucht zu kämpfen. Die Politik sei gefordert, sich auf diese Entwicklungen einzustellen und Lösungen zu entwickeln. »Im Moment fehlt mir da jedoch die Fokussierung seitens der Politik«, so der BVB-Geschäftsführer. Dringend erforderlich seien Verbesserung im Bereich Verkehrsinfrastruktur. »Bei unseren Straßen und Brücken besteht ein unfassbarer Nachholbedarf«, betonte auch Oliver Schuster, der sich für neue Modelle der Risikofinanzierung stark machte. Dass die Vossloh AG trotz der Strukturprobleme am Standort Werdohl festhalte und stetig investiere, sei der Tatsache geschuldet, »dass hier die klugen Köpfe sitzen.«

Dass das Sauerland eine enorme Innovationskraft besitzt, spiegeln die Bewerber um den »Innovationspreis Sauerland 2016« wider. Elf an der Zahl stellten der Unternehmer-vereinigung ihre Ideen und Konzepte vor. Und die zollt ihnen Lob und Anerkennung. So betonte Vorsitzende Karin Schulze, dass die thematische Bandbreite und die Qualität der Bewerbungen erneut sehr beeindruckend gewesen sei. Das spiegele die enorme Innovationskraft der Region wider. »Die Unternehmerschaft hier im Sauerland hat ein sehr ausgeprägtes Marktgespür«, so Schulze.

Erster Preis für das Ingenieur-Büro Wiggenbrock

»Sauerland Initiativ« zeichnete die von Jens Wiggenbrock entwickelte Software mit dem »Innovationspreis 2016« aus, weil sie erstmals die Grundlage für eine bessere Kostenschätzung und eine gute Netzvorplanung für den flächendeckenden Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzen weit jenseits von 50 Mbit/s liefere. Das Unterstützungssystem des Briloner Ingenieurbüros trage somit erheblich zur Förderung des Breitbandausbaus im ländlichen Raum bei und ebne den Weg in Richtung Industrie 4.0, machte Karin Schulze deutlich.

Anerkennungspreis für die Integrative Kulturwerkstatt

Die Integrative Kulturwerkstatt ist ein Arbeitsbereich des Johannes-Busch-Wohnverbundes in Lüdenscheid, einer Wohneinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung im Evangelischen Johanneswerk. Das Projekt »Kultur als Mittel der Integration und Inklusion« erfuhr von der Jury hohe Anerkennung. Ziel sei es, den Blick für eine ganzheitliche Betrachtung des menschlichen Daseins zu öffnen. In dieser Art der kulturellen Arbeit, Talente von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern, liege ein unerschöpfliches Potential für den Normalisierungsprozess. Mit seinem Engagement trage Thomas Wewers gemeinsam mit seinen Mitstreitern erheblich dazu bei, die kulturelle und soziale Infrastruktur zu verbessern.

Abschließend dankte Karin Schulze der Jury: »Die Auswahl der Preisträger ist immer sehr zeitaufwendig. Sie engagieren sich ehrenamtlich für die Sache und das ist großartig. Vielen Dank dafür.«

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Strahlende Preisträger und zufriedene Veranstalter (v.l.): Klaus Neumann (Integrative Kulturwerkstatt Lüdenscheid), Jens Wiggenbrock und Sabine Pöhnl (Ingenieurbüro Wiggenbrock), Thomas Wewers (Kulturwerkstatt) sowie Karin Schulze und Tobias Metten von »Sauerland Initiativ«. Fotos: Rieke Penninger

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Engagierte Diskussion über das Thema »Wie innovativ ist NRW?« (v.l.): Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer BVB), Jörg Bartmann (»Sauerland Initiativ«) und Oliver Schuster (Vossloh AG).

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Mentoring: Unterstützung, andere Perspektiven, wertvolle Tipps

Ein besonderes Projekt endete mit einem besonderen Abend: 50 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren der Einladung der Unternehmerinitiative gefolgt und erlebten im November im MSC Schulungscenter von MENNEKES Elektrotechnik eine interessante Podiumsdiskussion mit Teilnehmern des Mentoring-Projektes. Weiterer Höhepunkt war der Fachvortrag der Wirtschaftsjournalistin Sabine Hockling zum Thema »Realitäten bei Highend-Jobs – Nutzen und Ausnutzen auf dem Weg nach oben«.

Gastgeberin und Mentorin Carla Grundhoff begrüßte die Gäste und machte die große Bedeutung des Projektes, das in der Region Sauerland bisher einzigartig ist, deutlich. Genau das vermittelte auch die anschließende Podiumsdiskussion. Unter der Moderation von Beate Schmies vom WDR in Siegen berichteten die Mentees Anna Feldhaus, Jana Hölcke und Michaela Pauli stellvertretend für alle Teilnehmer von ihren Erfahrungen. Ihr Resümee: »Das Mentoring ist eine sehr hilfreiche Maßnahme der Personalentwicklung. Die Mentorinnen waren eine große Unterstützung. Sie zeigten in schwierigen Situationen andere Perspektiven auf und gaben kompetente Tipps.« Alle drei empfehlen die Teilnahme an diesem Projekt unbedingt weiter.

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Eins der insgesamt neun Tandems: Mentorin und Gastgeberin Carla Grundhoff (MENNEKES Elektrotechnik) und ihre Mentee Jana Hölcke (r.).

Auch die Mentorinnen Carla Grundhoff (MENNEKES Elektrotechnik), Dr. Anne Jacobi (Fachhochschule Südwestfalen) und Sabine Keggenhoff (Keggenhoff & Partner) sind von Wirkung und Nutzen des Mentorings überzeugt. Für sie selbst, so der Tenor, sei der Austausch mit den Mentees ebenso Horizont erweiternd und menschlich bereichernd gewesen. »Der Erfolg gibt uns Recht. Mit unserem Mentoring-Projekt bieten wir ambitionierten und hochmotivierten Nachwuchskräften Unterstützung auf ihrem Weg der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Wir freuen uns auf die nächste Runde«, erklärte Karin Schulze, die bereits neue Bewerbungen auf dem Schreibtisch hat.

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Beate Schmies, Leiterin des WDR Studios Siegen, leitete die Podiumsdiskussion zum Mentoring-Projekt von »Sauerland Initiativ«.

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»Es war für beide Seiten eine bereichernde Zeit«, sagten Mentee Anna Feldhaus (l.) und ihre Mentorin Sabine Keggenhoff (Keggenhoff & Partner).

Höchst aufschlussreich war das, was Wirtschaftsjournalistin Sabine Hockling den Gästen im MENNEKES-Schulungscenter in Bezug auf Findung und Bindung von Führungskräften berichtete. Zunächst bräuchten diese willensstarken Mitarbeiter eine neue Personalführung. Denn sie wollten Karriere machen, erklärte Hockling. Und dafür seien sie bereit, flexibler zu sein als die älteren Generationen. Am auffälligsten sei aber der Wunsch der Jüngeren nach kontinuierlichem Feedback. Die Millennials (auch Generation Y), geboren zwischen 1977 und 1997, wollen Rückmeldung von ihren Arbeitgebern und sind an Mentoring- und Förderprogrammen interessiert. »In den Unternehmen muss also an gewissen Stellschrauben gedreht werden«, verdeutlichte Hockling. Dann engagiere sich auch diese Generation für eine Marke und gehe langfristig eine Beziehung mit einem Unternehmen ein. »Auch, wenn sich dieses in Regionen befindet, die auf den ersten Blick nicht so attraktiv auf den Führungsnachwuchs wirken.«

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Wirtschaftsjournalistin Sabine Hockling weiß, dass Nachwuchskräfte kontinuierliches Feedback haben wollen und an Förderprogrammen interessiert sind.

Nachwuchskräfte, die am Mentoring-Projekt von »Sauerland Initiativ« teilnehmen möchten, wenden sich bitte für nähere Informationen an die Geschäftsstelle, Telefon 02352/66 59 700 oder per E-Mail unter info@sauerlandinitiativ.de

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Karin Schulze, Voristzende von »Sauerland Initiativ« ist die Initiatorin des Mentoring-Projektes.
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Ein Jahr Mentoring-Projekt: Erfahrungen, Einblicke, Emotionen

Vor rund einem Jahr hat »Sauerland Initiativ« sein Mentoring-Projekt ins Leben gerufen. Initiatorin ist die Vorsitzende der Unternehmervereinigung, Karin Schulze aus Meinerzhagen. Aus eigener Erfahrung weiß sie um die Bedeutung eines derartigen Projektes und welchen Nutzen dieses Modell der Personalentwicklung den Beteiligten bringt.

Die Mentees und Mentorinnen von »Sauerland Initiativ« blicken auf eine bereichernde Zeit zurück. Sie nutzten die Gelegenheit, im Tandem Aspekte der Karriere- und Lebensplanung zu reflektieren und ein Netzwerk zu bilden. Dabei haben sie zahlreiche Sichtweisen hinzugewonnen und die eigene Weiterentwicklung nachhaltig vorangetrieben. Sie haben gelernt, dass neben persönlicher Performance und Disziplin auch ein aktives Selbstmarketing nötig ist, um als weibliche Potenzialträger sichtbar zu werden.

Jetzt ist es an der Zeit, ein Resümee der ersten Runde zu ziehen und die nächste einzuläuten. Dazu lädt »Sauerland Initiativ« für Donnerstag, 10. November 2016, um 17:00 Uhr, in das MSC Schulungscenter der Firma MENNEKES in Kirchhundem ein. Auf dem Programm steht eine Podiumsdiskussion mit Moderatorin Beate Schmies vom WDR. Unsere Mentees werden über ihre Erfahrungen, Einblicke und Emotionen berichten. Zudem machen unsere Mentorinnen Carla Grundhoff (MENNEKES Elektrotechnik), Prof. Dr. Anne Jacobi (Fachhochschule Südwest-falen), Prof. Sabine Keggenhoff (Keggenhoff + Partner) und Silvia Neuhaus (M. Westermann & Co.) deutlich, welche Bedeutung das Projekt hat.

Weiterer Höhepunkt des Abends wird der Vortrag der Wirtschaftsjournalistin Sabine Hockling aus Hamburg sein. Sie spricht über »Realitäten bei Highend-Jobs – Nutzen und Ausnutzen auf dem Weg nach oben«. Jahrzehntelang sammelte Sabine Hockling in renommierten deutschen Verlagshäusern vielfältige Erfahrungen. Sie arbeitet für Zeit Online, ist Betreiberin des Blogs »Die Chefin« und des Online-Portals »Die Ratgeber«.

Ein spannender Abend, der mit guten Gesprächen beim Imbiss ausklingt. Die Plätze sind begrenzt. Melden Sie sich bis zum 2. November 2016 per E-Mail info@sauerlandinitiativ.de oder unter der Rufnummer 02353.6659700 an.

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