Iserlohn, 16. April 2026 – Wie verändert sich Sicherheit in einer zunehmend digitalen und vernetzten Welt? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Sicherheit im Wandel“, zu der Sauerland Initiativ e.V. gemeinsam mit der Wirtschaftsinitiative Nordkreis e.V. in das Forum der Winner Spedition in Iserlohn eingeladen hatte. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch mit Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul.
Nach der Begrüßung durch die geschäftsführende Gesellschafterin der Winner Spedition, Gudrun Winner-Athens, sowie den Vorsitzenden von Sauerland Initiativ, Tobias Metten, eröffnete Innenminister Reul den Abend mit einem Impulsvortrag. Darin ordnete er die aktuelle Sicherheitslage in Nordrhein-Westfalen in den globalen Kontext ein. Besonders betonte er die wachsende Bedeutung digitaler Bedrohungen, gesellschaftliche Veränderungen sowie die steigenden Anforderungen an Polizei und Sicherheitsbehörden.
Ein zentrales Thema war die zunehmende Relevanz von Cybersicherheit für die Wirtschaft. Reul machte dabei deutlich:
„Viele Unternehmen im Sauerland sind Hidden Champions – Weltmarkführer in dem, was sie tun. Wer solche Werte gegründet hat, verwaltet, weiterentwickelt, an die nächste Generation weitergibt, für den ist eines ungeheuer wichtig: und das ist Sicherheit. Planungssicherheit, Standortsicherheit, Sicherheit hinsichtlich Energiekosten und mehr und mehr auch: Cybersicherheit. Die Gefahr, Opfer eines Cyberangriffs zu werden, war wohl noch nie so hoch wie aktuell. Gleichwohl ist das bei vielen noch nicht angekommen. Unternehmen müssen sich klar machen, dass ein Cyberangriff schnell in die Insolvenz führen kann. Cybersicherheit ist also Standortsicherheit, ist Investitionssicherheit und damit auch Voraussetzung für staatliche Handlungsfähigkeit, für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlichen Frieden.“, so der Minister des Innern des Landes NRW, Herbert Reul MdL.
In der anschließenden Diskussion, moderiert von Jörg Bartmann, brachten die Teilnehmenden ihre Perspektiven aktiv ein. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen von Sicherheitsfragen auf das gesellschaftliche Zusammenleben, Radikalisierung im Internet sowie konkrete Ansätze zur Prävention. Auch der Schutz von Unternehmen, Verwaltung und kritischer Infrastruktur vor Cyberangriffen wurde intensiv thematisiert.
Tobias Metten, Vorstandsvorsitzender von Sauerland Initiativ e.V., zog ein positives Fazit: „Die offenen und vielfach sehr persönlichen Worte des NRW-Innenministers haben gezeigt, wie wertvoll der direkte Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Landespolitik heute ist. Nur so kann Verständnis geschaffen werden für die aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen dringend notwendigen Anpassungen unserer bisherigen sicherheitspolitischen Strategie.“