Jörg Bartmann: Brückenbauer zwischen Wirtschaft, Medien und Öffentlichkeit

Eine derartige Verdichtung von Herausforderungen hat es in der Welt lange nicht gegeben. Sie wirken sich bis in den letzten Zipfel des Sauerlandes aus. Für unseren journalistischen Berater Jörg Bartmann Aufgabe und Chance zugleich: Er versteht sich als Übersetzer zwischen Wirtschaft, Öffentlichkeit und Medien für Sauerland Initiativ (SI).

„Persönliche Geschichten sind der Schlüssel!“

In seinem früheren Job als stellvertretender Chefredakteur war er 19 Jahre für die Westfalenpost in Hagen tätig. Er weiß, wie sich der Wandel in den Redaktionsbüros auswirkt, er kennt die Notwendigkeit der Veränderung von Print hin zu den neuen Aktivitäten im Internet. Deshalb muss auch Sauerland Initiativ neue Wege gehen, im Sinne der Heimatregion. Die Unternehmervereinigung muss auf sich aufmerksam machen, die Realität benennen, und das nicht immer nur mit „Samthandschuhen“. Als Grundlage gilt: Neugierig bleiben, kritisch fragen – aber stets fair und objektiv.

Persönliche Geschichten sind der Schlüssel: Wenn Unternehmer Walter Mennekes erzählt, warum er trotz aller Herausforderungen über Jahre an den Standort glaubt, dann ist das stärker als jede Pressemitteilung. Denn: Regionale Identität ist kein Marketingtool, sondern ein Gefühl. Und genau das nehmen wir bei Sauerland Initiativ sehr ernst.

Seine Ideen hat Jörg Bartmann vor der Verwirklichung stets mit dem SI-Vorstand abgeklopft. Auf seine Initiative gab es in den letzten Jahren zahlreiche Veranstaltungen mit Ministern, Unternehmern und prominenten Gästen. Oftmals waren die Themen von politischen Unsicherheiten geprägt, die für den Mittelstand die Planbarkeit beeinträchtigten. Die Liste der namhaften Gesprächspartner auf Veranstaltungen von Sauerland Initiativ ist lang: Bundeskanzler Friedrich Merz, Ministerpräsident Hendrik Wüst, Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn, Ex-NRW-Forschungsminister Andreas Pinkwart, Ex-FDP Chef Christian Lindner oder auch Hans-Joachim Watzke als Unternehmer und Präsident des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

Netzwerke, die Türen öffnen und Begegnungen ermöglichen

Bartmanns Netzwerk öffnet Türen, die für die Aktionen Sauerland Initiativ von großer Bedeutung sind. Da er im Zusammenspiel mit der SI-Geschäftsführung auch bei der Planung der Veranstaltungen involviert ist, werden konsequenterweise viele Diskussionsrunden auch von ihm moderiert. So wie u.a. bei der Gesprächsrunde mit dem NRW-Innenminister im Forum der Winner-Spedition in Iserlohn. Und wenn Herbert Reul persönlich zu den Unternehmerinnen und Unternehmern ins Sauerland kommt, ist das kein Zufall – es zeugt von Respekt und Vertrauen.

Als Beispiel für das Engagement mit und für junge Leute in der Region wurde im SI-Jubiläumsjahr 2025 das Projekt „Wirtschaft trifft Schule“ aus der Taufe gehoben. Das Benediktiner-Gymnasium in Meschede stand zum Start als erster Partner zur Verfügung. Für den wirtschaftlichen Zusammenhang stand seinerzeit u.a. NRW-Arbeitgeberpräsident Arndt Kichhoff den Gymnasiasten Rede und Antwort. Der zweite Teil auf dem Klosterberg wurde dem Thema Marketing gewidmet; hier ging u.a. der BVB-Geschäftsführer Carsten mit rund 200 Schülern in den direkten Dialog. Der facettenreiche Diskussionsstoff „Wasser“ stand im Mittelpunkt einer weiteren Veranstaltung von „Wirtschaft trifft Schule“ am Städtischen Gymnasium in Olpe. Für die Zukunft sind weitere Diskussionsrunden in diesem Format geplant.

Wir bleiben am Ball: Die Sperrung der Sauerländer „Lebensader“ Rahmedetalbrücke in Lüdenscheid war ein Schockmoment; sie hat gezeigt, wie verletzlich eine Region sein kann. Deshalb möchte Sauerland Initiativ verdeutlichen, dass das die Region weit mehr ist als ein idyllisches Postkartenmotiv. Es ist hier schön und gleichzeitig ist die Region wirtschaftlich stark. Aber das Sauerland und die Unternehmen in der Region müssen sichtbarer werden, über die Region hinaus. Es gilt, die größten Klischees des Sauerlandes als Stärke zu verkaufen: Bodenständigkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit.